Pallade Veneta - US-Universität bereit zu Ausschluss von Transgender-Athleten aus Frauensportteams

US-Universität bereit zu Ausschluss von Transgender-Athleten aus Frauensportteams


US-Universität bereit zu Ausschluss von Transgender-Athleten aus Frauensportteams
US-Universität bereit zu Ausschluss von Transgender-Athleten aus Frauensportteams / Foto: Kathryn Riley - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Im Rahmen einer Vereinbarung mit der US-Regierung hat sich die University of Pennsylvania bereit erklärt, Transgender-Athleten aus ihren Frauensportteams auszuschließen. Damit sei ein bundesstaatlicher Bürgerrechtsfall beigelegt worden, der durch den Wirbel um die früher als Mann und nach einer Hormontherapie als Frau angetretene Schwimmerin Lia Thomas ausgelöst worden war, teilte die US-Regierung am Dienstag (Ortszeit) mit. Bildungsministerin Linda McMahon sprach von einem "großen Sieg für Frauen und Mädchen" in den USA.

Textgröße ändern:

Das US-Bildungsministerium teilte mit, dass die Hochschule eine Vereinbarung zur Beilegung des Falls getroffen habe. Darin verpflichte sie sich, Title IX einzuhalten, ein Bundesgesetz, das geschlechterspezifische Diskriminierung in allen Bildungsprogrammen verbietet.

Dem Fall war eine Untersuchung des Büros für Bürgerrechte des Ministeriums vorausgegangen: Dabei wurde festgestellt, dass die Universität gegen Titel IX verstoßen hatte, indem sie Lia Thomas erlaubte, 2021/2022 an Frauenwettkämpfen teilzunehmen.

Gemäß den Bedingungen des Vergleichs wird die Universität alle individuellen Schwimmrekorde und -titel der von Thomas' Teilnahme betroffenen Sportlerinnen zurückgeben. Die Universität wird demnach zudem ein "personalisiertes Entschuldigungsschreiben" an jede von dem Fall betroffene Schwimmerin schicken. Überdies muss sie eine öffentliche Erklärung abgeben, in der sie festlegt, dass sie "Männern nicht erlaubt, in weiblichen Sportprogrammen zu konkurrieren" oder Einrichtungen von Penn Athletics zu benutzen, die für Frauen bestimmt sind, wie etwa Umkleideräume.

Thomas, die bis zum Alter von 20 Jahren als Mann gelebt hatte, hatte 2022 die US-Collegemeisterschaften gewonnen. Lange Zeit hatte sie als Mann an Schwimmwettbewerben teilgenommen. 2018 outete sich Thomas als Transgender, begann eine Hormontherapie. Ab 2021 startete Thomas bei den Frauen - und löste damit Empörung aus.

Als Thomas den College-Titel holte, gab es massive Proteste. Floridas Gouverneur Ron DeSantis beschuldigte den US-Universitätssport-Verband NCAA, den Frauensport zu zerstören. Im Juni 2022 beschloss der Weltschwimmverband, dass Transgender-Athletinnen nur an Wettbewerben teilnehmen dürfen, wenn sie nicht die männliche Pubertät durchlaufen haben und die Geschlechtsanpassung vor dem zwölften Lebensjahr stattgefunden hat. 2024 bestätigte der Internationale Sportgerichtshof CAS diese Entscheidung.

Die Frauenrechtsaktivistin Riley Gaines, eine langjährige Kritikerin von Thomas, begrüßte den Schritt. Sie hoffe, "dass der heutige Tag den Bildungseinrichtungen zeigt, dass es ihnen nicht länger erlaubt ist, die Bürgerrechte der Frauen mit Füßen zu treten", erklärte die Ex-Schwimmerin, die Thomas bei den US-Collegemeisterschaften 2022 unterlegen war.

C.Grillo--PV

Empfohlen

US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles

In den USA hat ein womöglich wegweisender Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht begonnen. Die Anwälte der gegnerischen Seiten hielten am Montag ihre Eröffnungsplädoyers vor einer Geschworenenjury in Los Angeles. Der Anwalt der Klägerseite, Mark Lanier, warf Meta und Youtube beim Prozessauftakt vor, sie hätten bei minderjährigen Nutzern "Sucht erzeugt".

Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen und anschließend ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zollte ihm "großen Respekt". Sie lobte seinen "Sinn für Realität, verbunden mit europäischen Überzeugungen".

"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Zollkrise mit den USA und den Folgen des Klimawandels auf die Weinproduktion zu einem verstärkten Export französischer Weine aufgerufen. "Wir verteidigen französischen Wein als Bestandteil der französischen Lebensart", sagte Macron bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse Wine Paris in der französischen Hauptstadt am Montag. "Frankreich ist das Land des Weins. Darauf müssen wir stolz sein", fügte er hinzu.

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Textgröße ändern: