Pallade Veneta - Gewerkschaftschef warnt vor deutlichen Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn

Gewerkschaftschef warnt vor deutlichen Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn


Gewerkschaftschef warnt vor deutlichen Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn
Gewerkschaftschef warnt vor deutlichen Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bahnkunden müssen sich nach Einschätzung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf deutliche Preiserhöhungen einstellen. Wegen des starken Anstiegs der Trassenpreise drohten "schon in diesem Jahr historische Preissteigerungen von deutlich mehr als zehn Prozent", sagte der EVG-Vorsitzende Martin Burkert der "Bild"-Zeitung von Mittwoch. Die DB bestätigte das Problem der steigenden Trassenpreise, es gebe deswegen bislang aber "keine Entscheidungen zu Anpassungen von Preisen".

Textgröße ändern:

Laut EVG-Chef Burkert erhöht die Infrastruktursparte der Deutschen Bahn die sogenannte Schienenmaut im Fernverkehr um 18 Prozent und im Güterverkehr um 16 Prozent. Die höheren Kosten könnten nur über höhere Fahrkartenpreise ausgeglichen werden, sagte er. "Bei der Schienenmaut stehen weitere Preissteigerungen an", bestätigte ein Bahn-Sprecher. Dies belaste vor allem den Fern- und Güterverkehr.

Bei der Schienenmaut handelt es sich um eine Gebühr für die Nutzung des Schienennetzes, die alle Verkehrsunternehmen zahlen müssen. Für den den Regionalverkehr sind die Preise jedoch gedeckelt, weshalb in den vergangenen Jahren vor allem Fern- und Güterverkehr Preissteigerungen trugen. Die entsprechenden Bahn-Tochterunternehmen fordern deshalb schon lange eine Reform des Trassenpreissystems durch die Politik.

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD heißt es dazu: "Das Trassenpreissystem reformieren wir." Burkert forderte darüber hinaus den Bundestag auf, "den Preishammer" zu stoppen. Bei den Haushaltsberatungen müssten die Abgeordneten die Schienenmaut "durch gezielte Förderung abmildern".

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge warf den Regierungsparteien Untätigkeit vor. "Durch das milliardenschwere Sondervermögen verfügt diese Regierung über mehr Geld als jede andere Regierung vor ihr." Sie könne die Preiserhöhungen verhindern.

D.Bruno--PV

Empfohlen

US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles

In den USA hat ein womöglich wegweisender Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht begonnen. Die Anwälte der gegnerischen Seiten hielten am Montag ihre Eröffnungsplädoyers vor einer Geschworenenjury in Los Angeles. Der Anwalt der Klägerseite, Mark Lanier, warf Meta und Youtube beim Prozessauftakt vor, sie hätten bei minderjährigen Nutzern "Sucht erzeugt".

Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen und anschließend ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zollte ihm "großen Respekt". Sie lobte seinen "Sinn für Realität, verbunden mit europäischen Überzeugungen".

"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Zollkrise mit den USA und den Folgen des Klimawandels auf die Weinproduktion zu einem verstärkten Export französischer Weine aufgerufen. "Wir verteidigen französischen Wein als Bestandteil der französischen Lebensart", sagte Macron bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse Wine Paris in der französischen Hauptstadt am Montag. "Frankreich ist das Land des Weins. Darauf müssen wir stolz sein", fügte er hinzu.

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Textgröße ändern: