Pallade Veneta - Zahl der Adoptionen nach historischem Tiefstand wieder leicht gestiegen

Zahl der Adoptionen nach historischem Tiefstand wieder leicht gestiegen


Zahl der Adoptionen nach historischem Tiefstand wieder leicht gestiegen
Zahl der Adoptionen nach historischem Tiefstand wieder leicht gestiegen / Foto: Michaela STACHE - AFP

Nach einem historischen Tiefstand in 2023 ist die Zahl der Adoptionen von Kindern in Deutschland im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sie sich im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent oder 61 auf 3662. In rund drei von vier Fällen handelte es sich um sogenannte Stiefkindadoptionen - also die Übernahme der Elternschaft durch neue Partnerinnen oder Partner eines leiblichen Elternteils.

Textgröße ändern:

In rund einem weiteren Viertel der Fälle adoptieren Paare gemeinsam ein Kind, bei knapp zwei Prozent handelte es sich den Angaben des Bundesamts zufolge um Adoptionen durch "sonstige Einzelpersonen". Zum Zeitpunkt der Adoption waren die Kinder im Schnitt 5,3 Jahre alt, etwa die Hälfte jünger als zwei Jahre.

72 Prozent lebten zuvor bei einem leiblichen Elternteil, zehn Prozent der Fälle in einer Pflegefamilien oder einem Krankenhaus. Drei Prozent wurden anonym geboren oder in einer Babyklappe abgegeben. Zwei Prozent wurden aus dem Ausland adoptiert - am häufigsten aus Thailand, Südafrika und Sri Lanka.

Die Zahl der Adoptionen war 2023 auf den tiefsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung gesunken. Dem Bundesamt zufolge schwanken die Zahlen aber in einem relativ engen Korridor. Sie bewegen sich seit 2009 zwischen etwa 3600 und 4100 pro Jahr.

Rückläufig war im vergangenen Jahr die Zahl der Adoptionsbewerbungen und die Zahl der für Adoptionen vorgemerkten Kinder, die mit 3440 beziehungsweise 665 neue Tiefstände erreichten. Damit standen jedem vorgemerkten Adoptivkind rechnerisch fünf potenzielle Adoptivfamilien gegenüber, wie es weiter hieß.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Zuspruch für Abschaffung von Minijobs - Gastronomie will für Erhalt "kämpfen"

Die weitgehende Abschaffung sogenannter Minijobs trifft bei Ökonomen und Gewerkschaften auf Zustimmung. Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, begrüßte den Vorschlag der Rentenkommission. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erklärte, der Vorschlag decke sich mit ihrer langjährigen Haltung. Der Gaststättenverband Dehoga kündigte hingegen Widerstand an: "Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Minijobs kämpfen", sagte Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

US-Tech-Aktien sacken ab - Anleger befürchten Blase

Die Aktien großer US-Tech-Unternehmen sind zum Wochenende hin abgesackt. Der Tech-Index Nasdaq gab zum Handelsbeginn in den USA am Freitag um ein Prozent nach. Hintergrund sind Sorgen, dass die hohen Kurse im Zuge der Entwicklung Künstlicher Intelligenz sich als Blase entpuppen könnten.

Niedersachsens Ministerpräsident Lies gegen radikale Sparpläne bei VW

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat sich gegen radikale Sparpläne beim Autokonzern Volkswagen gestellt. "Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt", erklärte er am Freitag. Medienberichten zufolge plant VW einen radikalen Konzernumbau mit massive Stellenstreichungen und mehreren Werksschließungen in Deutschland.

Stuttgart 21 wird noch teurer und noch später fertig

Das Bahn-Großprojekt Stuttgart 21 wird noch teurer und noch später fertig. Die Deutsche Bahn verschob die Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs am Freitag offiziell auf 2031. Alle Elemente des Projektes - weitere Bahnhöfe und Tunnel im Großraum Stuttgart - sollen erst bis Dezember 2033 fertiggestellt werden. Die erwarteten Kosten erhöhen sich um weitere drei Milliarden, wie Bahn-Chefin Evelyn Palla mitteilte.

Textgröße ändern: