Pallade Veneta - Kölner Ford-Werk: Schutzpaket für Beschäftigte vereinbart - Zukunft weiter ungewiss

Kölner Ford-Werk: Schutzpaket für Beschäftigte vereinbart - Zukunft weiter ungewiss


Kölner Ford-Werk: Schutzpaket für Beschäftigte vereinbart - Zukunft weiter ungewiss
Kölner Ford-Werk: Schutzpaket für Beschäftigte vereinbart - Zukunft weiter ungewiss / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Gewerkschaft IG Metall und der Gesamtbetriebsrat der kriselnden Kölner Ford-Werke haben nach eigenen Angaben mit dem US-Konzern ein "Schutzpaket" für die Beschäftigten geschnürt. Es sei "eine Absicherung für alle Beschäftigten bis Ende 2032" vereinbart worden, erklärte der Betriebsrat am Freitag. "Die zukünftige Ausrichtung des Kölner Standortes bleibt weiter ungewiss", fügte allerdings die IG Metall hinzu.

Textgröße ändern:

Der Betriebsrat sprach dennoch von einem "wichtigen Meilenstein für über 10.000 Kolleginnen und Kollegen". Es sei "ein sicheres Netz für alle geschaffen" worden, erklärte der Betriebsratsvorsitzende Benjamin Gruschka. "Zudem haben wir es geschafft, die Berufsausbildung und Übernahme langfristig bis 2032 zu sichern."

Ford will im Zuge seines Sparkurses in Deutschland tausende Stellen abbauen. Im vergangen November kündigte der angeschlagene US-Autobauer an, bis Ende 2027 in Europa 4000 Jobs zu streichen, darunter 2900 in Deutschland, vor allem in Köln. Im März kündigte der US-Mutterkonzern zudem eine seit 2006 geltende Patronatserklärung, die bisher absicherte, dass er für Schulden der Tochtergesellschaft aufkommt.

"Die strategischen Überlegungen für Ford in Europa sind noch nicht abgeschlossen", erklärte die IG Metall. "Vor diesem Hintergrund ist das nun vereinbarte Verhandlungsergebnis ein wertvolles Sicherheitsnetz für die gesamte Belegschaft." Demnach soll das Unternehmen künftig "zu guten Konditionen" das Ausscheiden von Mitarbeitern ermöglichen. Auch wurden Altersteilzeitprogramme erweitert.

"Für Bereiche, die an Investoren verkauft werden sollen, gelten klare Regeln: Es werden ausschließlich nachhaltige Konzepte mit Zukunft berücksichtigt", fügte Betriebsratschef Gruschka hinzu. Die Arbeitskonditionen für die Beschäftigten bleiben vorerst unangetastet.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles

In den USA hat ein womöglich wegweisender Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht begonnen. Die Anwälte der gegnerischen Seiten hielten am Montag ihre Eröffnungsplädoyers vor einer Geschworenenjury in Los Angeles. Der Anwalt der Klägerseite, Mark Lanier, warf Meta und Youtube beim Prozessauftakt vor, sie hätten bei minderjährigen Nutzern "Sucht erzeugt".

Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen und anschließend ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zollte ihm "großen Respekt". Sie lobte seinen "Sinn für Realität, verbunden mit europäischen Überzeugungen".

"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Zollkrise mit den USA und den Folgen des Klimawandels auf die Weinproduktion zu einem verstärkten Export französischer Weine aufgerufen. "Wir verteidigen französischen Wein als Bestandteil der französischen Lebensart", sagte Macron bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse Wine Paris in der französischen Hauptstadt am Montag. "Frankreich ist das Land des Weins. Darauf müssen wir stolz sein", fügte er hinzu.

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Textgröße ändern: