Pallade Veneta - Stromerzeugung mit Erneuerbaren bis Juni voraussichtlich um 5,4 Prozent gesunken

Stromerzeugung mit Erneuerbaren bis Juni voraussichtlich um 5,4 Prozent gesunken


Stromerzeugung mit Erneuerbaren bis Juni voraussichtlich um 5,4 Prozent gesunken
Stromerzeugung mit Erneuerbaren bis Juni voraussichtlich um 5,4 Prozent gesunken / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Erneuerbare Energien haben in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 voraussichtlich 5,4 Prozent weniger Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) am Dienstag in Berufung auf vorläufige Berechnungen mitteilten, sank die Stromproduktion aus Wind, Sonne und Wasserkraft von Januar bis Juni auf 141 Milliarden Kilowattstunden. Im ersten Halbjahr 2024 waren es noch 149 Milliarden Kilowattstunden.

Textgröße ändern:

Insgesamt deckten Erneuerbare Energien demnach im ersten Halbjahr 2025 mehr als 54 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland ab. Im Vorjahreszeitraum waren es 57 Prozent.

Zu einem Minus kam es vor allem, weil weniger Wind wehte: Die Stromproduktion durch Windkraftanlagen auf See brach den Berechnungen zufolge um 17 Prozent ein, an Land sank sie um 18 Prozent. Mit 61 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugten die Anlagen gut 13 Milliarden weniger als von Januar bis Juni des vergangenen Jahres. Strom aus Windkraft machte knapp 23,4 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus.

Zugleich beschleunigte sich der Zubau von Windanlagen im ersten Halbjahr 2025. BDEW und ZSW zufolge wurden Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2,1 Gigawatt zugebaut, im gleichen Zeitraum im Jahr 2024 waren es nur 1,4 Gigawatt zusätzliche Leistung gewesen. Der Bundesverband Windenergie BWE und der Energieanlagenverband VDMA Power Systems bezifferten die von Januar bis Juni 2025 in Betrieb genommene Leistung am Dienstag auf 2,2 Gigawatt.

Ein Rückgang war laut BDEW und ZSW auch bei der Wasserkraft zu verzeichnen: Angesichts "seit Februar deutlich zu geringer Niederschläge" brach die Stromproduktion aus Wasserkraft um ganze 29 Prozent ein. "Damit liegt die Wasserkraft auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren", erklärten die beiden Organisationen. "Unter anderem minderte fehlendes Schmelzwasser im Frühjahr das Potenzial der Wasserkraft."

Hingegen legte die Solarkraft deutlich zu. Die Stromerzeugung stieg den Berechnungen nach um 23 Prozent auf gut 47 Milliarden Kilowattstunden. Der "weitere Zubau von Solaranlagen sowie eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Sonnenstunden seit März sorgten für einen spürbaren Anstieg der Solarstromerzeugung", hieß es.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen und anschließend ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zollte ihm "großen Respekt". Sie lobte seinen "Sinn für Realität, verbunden mit europäischen Überzeugungen".

"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Zollkrise mit den USA und den Folgen des Klimawandels auf die Weinproduktion zu einem verstärkten Export französischer Weine aufgerufen. "Wir verteidigen französischen Wein als Bestandteil der französischen Lebensart", sagte Macron bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse Wine Paris in der französischen Hauptstadt am Montag. "Frankreich ist das Land des Weins. Darauf müssen wir stolz sein", fügte er hinzu.

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an

Wer ein neues E-Auto von BMW fährt, kann es künftig als Stromspeicher zur Verfügung stellen: BMW und der Stromanbieter Eon bieten erstmals eine technische Lösung für das sogenannte bidirektionale Laden an, wie sie am Montag mitteilten. Der BMW-Besitzer spart im Gegenzug bei seiner Stromrechnung.

Textgröße ändern: