Pallade Veneta - Theaterlegende Claus Peymann mit 88 Jahren gestorben

Theaterlegende Claus Peymann mit 88 Jahren gestorben


Theaterlegende Claus Peymann mit 88 Jahren gestorben
Theaterlegende Claus Peymann mit 88 Jahren gestorben / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Der bekannte Theaterregisseur Claus Peymann ist mit 88 Jahren gestorben. Das Wiener Burgtheater bestätigte am Abend den Tod seines langjährigen Direktors. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das familiäre Umfeld des Künstlers berichtet, dass Peymann nach längerer, schwerer Krankheit am Mittwoch in Berlin gestorben sei. Dort lebte der langjährige Intendant des Berliners Ensembles zuletzt in Köpenick. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) würdigte Peymann als einen "Titan des Theaters" und "Meister der Zumutung und Erneuerung".

Textgröße ändern:

Peymann wurde 1937 in Bremen geboren. Er studierte Germanistik, Literatur- und Theaterwissenschaften in Hamburg und ging nach einigen Jahren an mehreren deutschen Theatern nach Wien, wo er von 1986 bis 1999 das Burgtheater leitete. Danach zog es ihn in die Bundeshauptstadt: Peymann war von 1999 bis 2017 Intendant des Berliner Ensembles.

Peymann gilt als einer der renommiertesten deutschen Theaterregisseure, neben Klassikern wie Bertolt Brecht und William Shakespeare bildeten auch moderne Autorinnen und Autoren einen Schwerpunkt seiner langen Karriere, etwa Peter Handke und Elfriede Jelinek. Seit 1963 zeichnete Peymann als Regisseur für über 45 Uraufführungen verantwortlich.

"Wir verneigen uns vor einer großen Lebensleistung und trauern um Claus Peymann", schrieb Kulturstaatsminister Weimer im Internetdienst X. Er sei ein Regisseur gewesen, "der die Bühne stets auch als Kampfschauplatz verstand".

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) würdigte Peymann als "eine der prägendsten Persönlichkeiten des modernen deutschen Theaters". Er habe Berlins Kultur mit "Engagement, Mut zur Auseinandersetzung und großer Leidenschaft" entscheidend mitgestaltet, schrieb er ebenfalls bei X. "Wir verlieren einen streitbaren Geist – und einen großen Theatermacher."

F.Amato--PV

Empfohlen

Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen und anschließend ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zollte ihm "großen Respekt". Sie lobte seinen "Sinn für Realität, verbunden mit europäischen Überzeugungen".

"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Zollkrise mit den USA und den Folgen des Klimawandels auf die Weinproduktion zu einem verstärkten Export französischer Weine aufgerufen. "Wir verteidigen französischen Wein als Bestandteil der französischen Lebensart", sagte Macron bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse Wine Paris in der französischen Hauptstadt am Montag. "Frankreich ist das Land des Weins. Darauf müssen wir stolz sein", fügte er hinzu.

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an

Wer ein neues E-Auto von BMW fährt, kann es künftig als Stromspeicher zur Verfügung stellen: BMW und der Stromanbieter Eon bieten erstmals eine technische Lösung für das sogenannte bidirektionale Laden an, wie sie am Montag mitteilten. Der BMW-Besitzer spart im Gegenzug bei seiner Stromrechnung.

Textgröße ändern: