Pallade Veneta - Höhere Abo-Preise und Werbeeinnahmen: Netflix steigert Quartalsgewinn um 45 Prozent

Höhere Abo-Preise und Werbeeinnahmen: Netflix steigert Quartalsgewinn um 45 Prozent


Höhere Abo-Preise und Werbeeinnahmen: Netflix steigert Quartalsgewinn um 45 Prozent
Höhere Abo-Preise und Werbeeinnahmen: Netflix steigert Quartalsgewinn um 45 Prozent / Foto: Olivier DOULIERY - AFP/Archiv

Der US-Streamingdienst Netflix hat seinen Quartalsgewinn dank höherer Abo-Preise und höherer Werbeeinnahmen deutlich gesteigert. Er legte von April bis Juni im Vorjahresvergleich um 45 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) zu, wie Netflix am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar.

Textgröße ändern:

Netflix hatte im Dezember mehr als 300 Millionen zahlende Nutzerinnen und Nutzer - neue Zahlen dazu veröffentlicht der Streamingdienst seitdem nicht mehr. Seit 2023 war die Zahl der Abonnenten kräftig gewachsen: Damals hatte der Streamingdienst das gemeinsame Nutzen von Accounts eingeschränkt und in manchen Ländern günstigere Abo-Varianten eingeführt, bei denen Werbung geschaltet wird.

Zu den Werbeeinnahmen machte Netflix am Freitag keine genauen Angaben. Laut dem Unternehmen Emarketer hat sich die Zahl der Abonnenten dieses Angebots in der Zeit von Anfang 2024 bis Anfang 2025 mehr als verdoppelt. Netflix erklärte lediglich, bis 2030 rechne der Streamingdienst mit einem Umsatz von neun Milliarden Dollar im Bereich der Abos mit Werbung.

Den Ausblick für das laufende Jahr erhöhte Netflix. Der Streamingdienst erwartet einen Umsatz zwischen 44,8 und 45,2 Milliarden Dollar - bislang lag die Spanne zwischen 43,5 und 44,5 Milliarden Dollar.

Manager Greg Peters kündigte bei einer Telefonkonferenz mit Analysten weitere neue Angebote an - etwa eine Kooperation mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa, um Raketenstarts und die Arbeit von Astronauten im All ins Programm aufzunehmen. Im zweiten Halbjahr wird es neue Staffeln der Serien "Wednesday" und "Stranger Things" geben. Manager Ted Sarandos verkündete 44 für den US-Fernsehpreis Emmy nominierte Titel.

Seit kurzem testet Netflix einen KI-Chatbot, mit dem Nutzerinnen und Nutzer Angebote suchen können - etwa so: "Ich möchte gerne etwas Gruseliges sehen, aber nicht zu sehr, außerdem soll es auch ein bisschen lustig sein."

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an

Wer ein neues E-Auto von BMW fährt, kann es künftig als Stromspeicher zur Verfügung stellen: BMW und der Stromanbieter Eon bieten erstmals eine technische Lösung für das sogenannte bidirektionale Laden an, wie sie am Montag mitteilten. Der BMW-Besitzer spart im Gegenzug bei seiner Stromrechnung.

Hubig will mehr Mieterschutz noch in diesem Jahr - Haus & Grund kritisiert Pläne scharf

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich zuversichtlich geäußert, die von ihr vorgeschlagene Reform für mehr Mieterschutz noch in diesem Jahr durchzubringen - Widerstand gibt es aber sowohl vom Koalitionspartner Union als auch von Vermieterseite. Der Eigentümerverband Haus & Grund, Vertreter von mehr als 945.000 Privatvermietern, kritisierte die Pläne Hubigs am Montag scharf. Sie seien ein "weiterer Angriff auf die Funktionsfähigkeit des Mietwohnungsmarktes".

Befragung: Mittelstand setzt wegen Trump vermehrt auf Deutschland und Europa

Der deutsche Mittelstand setzt einer Unternehmensbefragung zufolge angesichts der erratischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zunehmend auf den Heimatmarkt. "Um Abhängigkeiten zu vermindern, strebt der Mittelstand eine höhere Diversifizierung an", erklärte die DZ Bank, die mehr als tausend Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Firmen befragte. "Vor allem die stärkere Ausrichtung auf europäische Nachbarn und die Rückbesinnung auf den Heimatmarkt sollen dabei helfen."

Textgröße ändern: