Pallade Veneta - Investitions-Initiative soll Deutschland "auf Wachstumskurs bringen"

Investitions-Initiative soll Deutschland "auf Wachstumskurs bringen"


Investitions-Initiative soll Deutschland "auf Wachstumskurs bringen"
Investitions-Initiative soll Deutschland "auf Wachstumskurs bringen" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Unternehmensinitiative "Made for Germany" soll nach Angaben der Initiatoren eine Wirtschaftswende in Gang setzen. "Als Allianz vieler führender Unternehmen wollen wir im Schulterschluss mit der Politik dazu beitragen, Deutschland und damit auch Europa auf Wachstumskurs zu bringen", sagte der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, dem "Handelsblatt" vom Montag. Das könne auch zu einem Stimmungsumschwung im Land beitragen.

Textgröße ändern:

Siemens-Chef Roland Busch sagte der Zeitung, in der Politik sei "der Mut für strukturelle Veränderungen" nötig, "da müssen unbedingt große Schritte folgen". Nötig seien aber auch Firmen, "die an den Standort glauben und investitionsbereit sind". Beides müsse schnell zusammenkommen, "um Schwung zu entwickeln".

Zu der branchenübergreifenden Initiative haben sich laut "Handelsblatt" 61 Unternehmen und Investoren zusammengeschlossen. Sie haben demnach zugesagt, innerhalb der kommenden drei Jahre 631 Milliarden Euro in den Standort Deutschland zu investieren. Vertreter der Initiative sind am Montag bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Kanzleramt zu Gast.

Sewing und Busch haben die Initiative mit ins Leben gerufen. Bei den zugesagten Milliarden handelt es sich laut Busch über "frisches, aber auch über bereits zugesagtes Kapital". Es sei aber nicht der entscheidende Punkt, dass längst geplante Investitionen noch einmal präsentiert würden. "Es ist doch positiv zu werten, wenn Unternehmen zugesagtes Kapital bestätigen und sich zum Standort bekennen. Wir beklagen uns doch regelmäßig darüber, dass Kapital abwandert. Wir sehen hier gerade eine echte Trendwende", sagte er dem "Handelsblatt".

Sewing berichtete in dem Interview, Investoren aus anderen Ländern schauten sehr "aufmerksam" auf die Initiative. "Die sagen sich: Wenn die deutschen Unternehmen bereit sind, diese Summen in ihr eigenes Land zu investieren, sind wir auch bereit, mehr zu machen."

Der Chef der Deutschen Bank mahnte, die Bundesregierung müsse die Genehmigungsprozesse "massiv beschleunigen", damit das angekündigte Geld auch tatsächlich investiert werde. "Wenn es Jahre dauert, bis ich die Genehmigung für einen Standort erhalte, dann wird es diesen Teil der Investitionssumme in dem Zeitraum natürlich nicht geben", sagte er der Zeitung.

Busch betonte, nötig seien auch Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel. "Wir benötigen alle Hände an Deck. Wir haben hier beispielsweise ein großes Potenzial bei Menschen, die arbeiten könnten, aber noch nicht dürfen." Zudem müsse die Regierung die Digitalisierung beschleunigen.

L.Barone--PV

Empfohlen

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an

Wer ein neues E-Auto von BMW fährt, kann es künftig als Stromspeicher zur Verfügung stellen: BMW und der Stromanbieter Eon bieten erstmals eine technische Lösung für das sogenannte bidirektionale Laden an, wie sie am Montag mitteilten. Der BMW-Besitzer spart im Gegenzug bei seiner Stromrechnung.

Hubig will mehr Mieterschutz noch in diesem Jahr - Haus & Grund kritisiert Pläne scharf

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich zuversichtlich geäußert, die von ihr vorgeschlagene Reform für mehr Mieterschutz noch in diesem Jahr durchzubringen - Widerstand gibt es aber sowohl vom Koalitionspartner Union als auch von Vermieterseite. Der Eigentümerverband Haus & Grund, Vertreter von mehr als 945.000 Privatvermietern, kritisierte die Pläne Hubigs am Montag scharf. Sie seien ein "weiterer Angriff auf die Funktionsfähigkeit des Mietwohnungsmarktes".

Befragung: Mittelstand setzt wegen Trump vermehrt auf Deutschland und Europa

Der deutsche Mittelstand setzt einer Unternehmensbefragung zufolge angesichts der erratischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zunehmend auf den Heimatmarkt. "Um Abhängigkeiten zu vermindern, strebt der Mittelstand eine höhere Diversifizierung an", erklärte die DZ Bank, die mehr als tausend Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Firmen befragte. "Vor allem die stärkere Ausrichtung auf europäische Nachbarn und die Rückbesinnung auf den Heimatmarkt sollen dabei helfen."

Textgröße ändern: