Pallade Veneta - Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert

Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert


Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert
Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier hat sich erleichtert über die Einigung im Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den USA gezeigt. "Es ist schon sehr erfreulich, dass dieses Horrorszenario von 30 Prozent Zöllen abgewandt wurde", sagte Malmendier am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Dennoch seien Zölle von fünfzehn Prozent "im 21. Jahrhundert schwer zu verstehen", fügte Malmendier hinzu.

Textgröße ändern:

Malmendier ergänzte: "Wir leben in einer Welt, wo wir alle miteinander verflochten sind." Insofern sei "das schon eine ungeheure Belastung für die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA." Insbesondere für einzelne Unternehmen bedeuten die Zölle eine "enorme zusätzliche Belastung", wie Malmendier weiter sagte.

Für Verbraucher hingegen sei noch offen, ob sie die Zölle "kurzfristig besonders negativ zu spüren bekommen". Denn es gebe nun auch viele Länder, die aufgrund der Zölle "nicht mehr den gleichen Zugang zum amerikanischen Markt haben". Dadurch könnten laut Malmendier mehr Güter auf den europäischen Markt drängen, was sinkende Preise zur Folge hätte.

Zudem äußerte Malmendier Hoffnung, dass der Handelsstreit zu einem "echten Push" für den europäischen Binnenmarkt führe, der auch für junge Unternehmen mit zukunftsorientierten Technologien an Attraktivität gewinne. "Das hätten wir sowieso gebraucht, auch ohne den Handelskrieg, und jetzt gibt es vielleicht den Push", fügte Malmendier hinzu.

Die USA und die EU hatten am Sonntag nach monatelangen harten Verhandlungen die Einigung auf ein Handelsabkommen verkündet, das nach Angaben von US-Präsident Donald Trump 15 Prozent Zoll auf die meisten Produkte aus der EU vorsieht.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Bahn befürchtet wetterbedingte Störungen - Tickets ab sofort stornierbar

Die Deutsche Bahn befürchtet wegen des aktuellen Sommerwetters Störungen im Zugbetrieb und rät von Reisen ab. Temperaturen von über 40 Grad führten zu einer spürbaren Belastung der Infrastruktur, erklärte der Konzern am Donnerstag. Hinzu komme das Risiko von Böschungsbränden sowie lokal auftretendem Starkregen und Gewitter mit Sturmböen. Wer seine Reise im Fernverkehr nicht antreten möchte, kann deshalb ab sofort kostenlos sein Ticket stornieren.

Social Media ab 14 und Medienerziehung ins Gesetz: Experten legen Empfehlungen vor

Teilhabe statt Ausgrenzung: In der Debatte über den Jugendschutz im digitalen Raum rät die vom Familienministerium eingesetzte Expertenkommission von einem strengen pauschalen Social-Media-Verbot ab. Stattdessen schlug sie am Mittwoch entweder eine Mindestaltersgrenze von 13 Jahren oder Beschränkungen für einzelne Social-Media-Angebote vor. Außerdem solle ein Recht auf Schutz vor "digitaler Vernachlässigung" im Gesetz verankert werden. Familienministerin Karin Prien (CDU) will bis zum Jahresende einen Gesetzentwurf erarbeiten.

Streiks im Tourismus-, Gast- und Baugewerbe in Griechenland

In Griechenland sind Beschäftigte aus dem Tourismus-, Gast- und Baugewerbe in den Streik getreten, um für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Etwa 1500 Demonstranten versammelten sich am Mittwoch vor dem Arbeitsministerium in Athen und protestierten gegen die "Hungerlöhne" in den wirtschaftlichen Schlüsselbranchen des Landes. Griechenlands Tourismussektor hatte 2025 mit fast 38 Millionen Übernachtungen das dritte Rekordjahr in Folge verzeichnet.

Elfjähriger Henri Wüstenberg aus Gelsenkirchen ist bester Vorleser 2026

Der elfjährige Henri Wüstenberg aus Gelsenkirchen ist der beste Vorleser Deutschlands 2026. Er setzte sich beim diesjährigen Vorlesewettbewerb gegen 15 weitere Finalisten aus allen Bundesländern durch, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Wüstenberg las beim Finale einen Auszug aus dem Buch "Manchmal wär ich gern ein Hai" von Zsazsa von Ammon.

Textgröße ändern: