Pallade Veneta - Bunker, Krankenhäuser, Medikamente: DRK beklagt Defizite bei Bevölkerungsschutz

Bunker, Krankenhäuser, Medikamente: DRK beklagt Defizite bei Bevölkerungsschutz


Bunker, Krankenhäuser, Medikamente: DRK beklagt Defizite bei Bevölkerungsschutz
Bunker, Krankenhäuser, Medikamente: DRK beklagt Defizite bei Bevölkerungsschutz / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat vor massiven Problemen beim Bevölkerungsschutz gewarnt. "Die Bevölkerung ist im Krisenfall kaum geschützt", sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter der "Süddeutschen Zeitung" laut Mitteilung vom Dienstag. "Egal, wo Sie hinschauen: Es fehlt an funktionierenden Schutzräumen, an Vorräten für eine Krise, an Kapazitäten in Krankenhäusern und an Medikamenten wie Antibiotika." Ressourcen, um Bürgerinnen und Bürgern in der Krise zu helfen "haben wir in den meisten Fällen nicht", warnte Reuter.

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Laut Weißbuch der Bundeswehr müsse der Staat ein bis zwei Prozent der Bevölkerung unterbringen und versorgen – "also zwischen 800 000 und 1,6 Millionen Menschen", sagte Reuter weiter. "Bislang aber klappt das nur für einige Zehntausend." Die im Haushalt veranschlagten Mittel reichten "nicht hinten und nicht vorne", stellte der DRK-Generalsekretär klar. "Für den Bevölkerungsschutz sind 2,5 Milliarden Euro jährlich im Haushalt nötig. Eingeplant ist für 2025 derzeit nur die Hälfte. Das ist nicht akzeptabel."

Starken Investitionsbedarf sieht das Rote Kreuz auch in Krankenhäusern. "Das Gesundheitswesen steht schon unter normalen Umständen auf der Kippe", sagte Reuter. "Für einen großen Krisenfall sind wir überhaupt nicht ausgerüstet." Die Bundeswehr gehe in Szenarien von 1000 Verwundeten pro Tag zusätzlich aus. "Wir sollten also 10.000 bis 20.000 Betten für Krisen und Konflikte vorhalten, auch wenn die erst mal leer stehen."

H.Ercolani--PV

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