Pallade Veneta - Bas skeptisch zu umfassender Rentenreform vor der nächsten Wahl

Bas skeptisch zu umfassender Rentenreform vor der nächsten Wahl


Bas skeptisch zu umfassender Rentenreform vor der nächsten Wahl
Bas skeptisch zu umfassender Rentenreform vor der nächsten Wahl / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) ist skeptisch, ob die Ergebnisse der geplanten Rentenkommission noch vor der nächsten Bundestagswahl umgesetzt werden. "Welche Pflöcke wir in dieser Regierung noch einschlagen können, werden wir sehen. Alles andere ist dann Sache der nächsten Regierung", sagte die SPD-Chefin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Rentenkommission solle wie im Koalitionsvertrag vorgesehen Anfang 2026 starten und ihre Ergebnisse 2027 vorlegen.

Textgröße ändern:

"Da geht es vor allem um die Zukunft: Was brauchen wir über die laufende Legislatur hinaus?", betonte Bas. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Mitte Juli bei seiner Sommer-Pressekonferenz die Hoffnung geäußert, "dass wir mit den Arbeiten in den Kommissionen und parallel auch mit den politischen Diskussionen schneller vorankommen". Die Probleme müssten schneller gelöst werden, sagte der Kanzler. "Die Demografie wartet nicht."

Das Kabinett hatte in dieser Woche die Sicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent des Durchschnittseinkommens bis 2031 und die Ausweitung der Mütterrente beschlossen. Nach der Sommerpause sollen weitere Vorhaben verabschiedet werden: die Aktivrente, mit der das Arbeiten im Alter attraktiver werden soll, und die Frühstartrente, über die Kinder und Jugendliche ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot vom Staat erhalten.

Eine grundlegende Reform des gesetzlichen Rentensystems ist bisher nicht vorgesehen. Das zugrunde liegende Umlagesystem zwischen den Generationen funktioniert schon lange nicht mehr, weil es durch die Alterung der Gesellschaft immer weniger Beitragszahlende pro Rentner gibt. Der Bund muss deshalb jedes Jahr einen dreistelligen Milliardenbetrag zuschießen, damit die Renten noch ausgezahlt werden können.

Bas beharrte mit Blick auf eine breitere Reform in der "FAS" auf ihrer Kritik an den Beamtenpensionen. "Früher hatten wir ein Rentenniveau von 70 Prozent und Beamtenpensionen in vergleichbarer Höhe", sagte sie. "Die Renten sind immer weiter gesunken, die Pensionen gleichgeblieben." Das sei ein "Gerechtigkeitsthema". Die Politik müsse deshalb darüber nachdenken, den Beamtenstatus auf die Sicherheitsbehörden zu reduzieren.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Bundeskabinett beschließt Novelle des Energieeffizienzgesetzes

Das Bundeskabinett will in seiner Sitzung am Mittwoch ein Gesetz zur Energieeffizienz beschließen, das durch Abschwächung bisheriger Vorschriften die Wirtschaft entlasten soll. Der Gesetzentwurf führt nach Angaben des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes für Unternehmen und den Staat auf das Maß zurück, das von den EU-Vorgaben gefordert wird. Unternehmen würden hierdurch erheblich von Bürokratiekosten entlastet, argumentiert das CDU-geführte Ministerium.

EU macht weiteren Schritt zur Einführung eines digitalen Euros

Die EU hat einen weiteren Schritt in Richtung der Einführung eines digitalen Euros gemacht. Der Finanzausschuss im EU-Parlament stimmte am Dienstag in Brüssel für einen entsprechenden Gesetzentwurf. Sollte es bei der Parlamentssitzung Anfang Juli keinen Einspruch gegen die Ausschussentscheidung geben, könnten die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten aufgenommen werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) begrüßte die Entscheidung.

Grüne pochen auf Sicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent

Die Grünen pochen auf die längerfristige Sicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent. "Alles andere würde zu Altersarmut in noch größerem Ausmaß führen", sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann am Dienstag in Berlin. Sie wies darauf hin, dass die am Morgen offiziell vorgestellten Empfehlungen der Rentenkommission in diesem Punkt nicht eindeutig seien und auch Äußerungen der Bundesregierung hierzu unklar blieben.

EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus

Der Finanzausschuss im EU-Parlament hat sich für die Einführung des digitalen Euros ausgesprochen. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten am Dienstag in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag. Sollte es bei der Parlamentssitzung Anfang Juli keinen Einspruch gegen die Ausschussentscheidung geben, könnten die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten aufgenommen werden.

Textgröße ändern: