Pallade Veneta - Chatbot-Streit: Apple weist Musk-Vorwurf der Benachteiligung von Grok zurück

Chatbot-Streit: Apple weist Musk-Vorwurf der Benachteiligung von Grok zurück


Chatbot-Streit: Apple weist Musk-Vorwurf der Benachteiligung von Grok zurück
Chatbot-Streit: Apple weist Musk-Vorwurf der Benachteiligung von Grok zurück / Foto: JIM WATSON, JOEL SAGET - AFP/Archiv

Der US-Konzern Apple hat Vorwürfe von Techmilliardär Elon Musk zurückgewiesen, sein Chatbot Grok werde systematisch benachteiligt. Im App-Store von Apple würden alle Anwendungen "fair und unvoreingenommen" behandelt, erklärte der iPhone-Hersteller am Donnerstag. Musk hatte Apple mit juristischen Schritten gedroht, weil er den Konkurrenten OpenAI und dessen Chatbot ChatGPT für bevorzugt hält.

Textgröße ändern:

Bei dem Streit geht es um Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI). Ein Chatbot ist ein Programm, mit dem Nutzer auf dem Computer oder ihrem Handy schreiben oder sprechen können und das in Sekundenschnelle Antworten liefert.

Musk hatte Apple vorgeworfen, der Chatbot Grok seiner KI-Firma xAI sei zu niedrig im App-Store platziert. Das komme einem Verstoß gegen das Kartellrecht gleich, schrieb er in seinem Onlinedienst X, ohne Belege zu liefern. Musks xAI und OpenAI hatten kürzlich neue Versionen ihrer Chatbots Grok und ChatGPT vorgestellt. Kurz danach listete der App Store ChatGPT auf dem Spitzenplatz der Gratis-iPhone-Apps - Grok kam auf den fünften Platz.

Musk und OpenAI-Chef Sam Altman liefern sich seit Jahren einen erbitterten Kleinkrieg. OpenAI war 2015 - damals unter Beteiligung von Musk - als gemeinnützige Organisation gegründet worden. Seit dem phänomenalen Erfolg von ChatGPT Ende 2022 greift Musk das Unternehmen unaufhörlich an.

Musk, der seit 2018 nicht mehr an OpenAI beteiligt ist, wirft Unternehmenschef Altman vor, sich von den Gründungsprinzipien des Startups - einer risikobewussten Entwicklung von KI - zu entfernen. Im vergangenen Jahr verklagte Musk OpenAI deshalb, scheiterte aber in diesem März mit seinem Vorgehen.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive

Neue Geldscheine für das britische Pfund sollen künftig Igel, Eulen und andere Tiere zeigen - anstelle von Winston Churchill, Jane Austen und anderen britischen Persönlichkeiten. Der Papageientaucher, die Schleiereule, die Dunkle Erdhummel und der Braunbrustigel seien bei einer Umfrage ausgewählt worden, an der 500.000 Britinnen und Briten teilgenommen hätten, erklärte die Bank of England (BoE) am Donnerstag.

Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.

Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken: Sie gingen um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2025 legten die Ausfuhren damit aber um 6,2 Prozent zu. Deutschlands Exporte sind ein Grund für das Wirtschaftswachstum dieses Jahr - die Forschungsinstitute erwarten ein Plus von 1,3 Prozent.

Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben

Sie war entscheidend am Apollo-Mondprogramm der Nasa beteiligt und galt als eine Pionierin der Informatik: Nun ist die US-Wissenschaftlerin Margaret Hamilton im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie starb bereits am 30. September, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem sie lange forschte, am Mittwoch mitteilte. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".

Textgröße ändern: