Pallade Veneta - Flugbegleiterstreik beendet: Air Canada nimmt Flugverkehr schrittweise wieder auf

Flugbegleiterstreik beendet: Air Canada nimmt Flugverkehr schrittweise wieder auf


Flugbegleiterstreik beendet: Air Canada nimmt Flugverkehr schrittweise wieder auf
Flugbegleiterstreik beendet: Air Canada nimmt Flugverkehr schrittweise wieder auf / Foto: Peter POWER - AFP

Nach einer gerichtlichen Verfügung ist der Streik der Flugbegleiter von Air Canada beendet worden. Geplant sei, den Flugverkehr am Sonntagabend schrittweise wieder aufzunehmen, teilte die kanadische Fluggesellschaft am Sonntag mit. Es werde jedoch "mehrere Tage" dauern, ehe der Betrieb wieder zum Normalzustand zurückgekehrt sei. In den nächsten sieben bis zehn Tagen könne es noch zu Ausfällen kommen.

Textgröße ändern:

Das Arbeitsgericht Canada Industrial Relations Board habe "Air Canada angewiesen, den Betrieb wieder aufzunehmen und alle Flugbegleiter von Air Canada und Air Canada Rouge aufgefordert, ihre Arbeit" bis um 14.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ) wieder anzutreten, hieß es in einer Erklärung der Fluglinie. Zuvor hatte die kanadische Regierung ein verpflichtendes Schlichtungsverfahren angeordnet.

Die rund 10.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Air Canada hatten in der Nacht zum Samstag ihre Arbeit niedergelegt. Die Fluggesellschaft strich für Samstag alle rund 700 geplanten Flüge und rief Reisende der Air Canada und der günstigeren Tochter Air Canada Rouge auf, nicht zum Flughafen zu kommen. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, war der internationale Flughafen Pearson in Toronto am Samstagmorgen ungewöhnlich leer.

"Air Canada bedauert die Auswirkungen des Streiks auf die Kunden zutiefst", erklärte das Unternehmen und kündigte an, die Flugtickets zu erstatten. Air Canada ist die größte Fluggesellschaft Kanadas, bietet Direktverbindungen in 180 Städte weltweit an und zählt täglich rund 130.000 Fluggäste. Die zweite Tochterfirma Air Canada Express war den Angaben zufolge nicht betroffen.

Zu dem Streik hatte die Kanadische Gewerkschaft der Angestellten im Öffentlichen Dienst (CUPE) aufgerufen, die höhere Löhne für ihre Mitglieder erstreiten will. Die Gewerkschaft hatte das jüngste Angebot des Arbeitgebers vom Donnerstag als "unterhalb der Inflation und der Marktbedingungen" zurückgewiesen.

Die kanadische Arbeitsministerin Patty Hajdu ordnete am Samstag ein verpflichtendes Schlichtungsverfahren an. "Ich habe es mir bei dieser Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte sie. Doch sei " das Potenzial für sofortige negative Auswirkungen für Kanadier und unsere Wirtschaft ist ganz einfach zu groß". Das Arbeitsgericht gab der Anordnung nun grünes Licht.

Zusätzlich zu einer Lohnerhöhung fordert die Gewerkschaft, das Bordpersonal auch für dessen Aufgaben an Land zu bezahlen. Dazu zählt etwa das Scannen der Bordkarten vor dem Abflug. Bei Fluggesellschaften ist es nach Angaben von Branchenexperten üblich, das Personal nur für die Arbeitszeit an Bord des Flugzeugs zu bezahlen.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Prognosen: Regierungskoalition in Japan gewinnt Zweidrittelmehrheit

Bei der Parlamentswahl in Japan hat die Regierungskoalition von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Prognosen zufolge einen klaren Sieg eingefahren. Laut einer am Sonntag nach Schließung der Wahllokale vom Sender NHK veröffentlichten Prognose errang die Koalition mindestens zwei Drittel der Sitze im Unterhaus.

Justizministerin plant mehr Mieterschutz - Union fordert Änderung an Hubigs Plan

Angesichts von Wohnungsnot und steigenden Mietpreisen will das SPD-geführte Bundesjustizministerium den Schutz von Mieterinnen und Mietern verbessern. Ressortchefin Stefanie Hubig (SPD) stellte am Sonntag einen Gesetzentwurf zur Reform des Mietrechts vor, der ein Bündel neuer Maßnahmen zum Mieterschutz enthält - so etwa strengere Regelungen für die Vermietung möblierter Wohnungen und Kurzzeitmietverträgen sowie eine Begrenzung von Indexmieten. Dem Koalitionspartner gehen die Pläne aber zu weit: Die Union machte "Korrekturbedarf" geltend.

Mehr Schutz für Mieterinnen und Mieter: Justizministerin plant Mietrechtsreform

Angesichts von Wohnungsnot und steigenden Mietpreisen will das SPD-geführte Bundesjustizministerium den Schutz von Mieterinnen und Mietern verbessern. Ressortchefin Stefanie Hubig (SPD) stellte am Sonntag einen Gesetzentwurf zur Reform des Mietrechts vor, der ein Bündel neuer Maßnahmen zum Mieterschutz enthält - so etwa strengere Regelungen für die Vermietung möblierter Wohnungen und Kurzzeitmietverträgen sowie eine Begrenzung von Indexmieten.

Energiekrise in Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Notfallmaßnahmen

Wegen der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba hat die Regierung in Havanna drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. Wie Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen sagte, wird in staatlichen Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zudem würden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Durch die ab Montag geltenden Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Textgröße ändern: