Pallade Veneta - Weitere Streiks bei Air Canada - Gewerkschaft widersetzt sich Anordnung

Weitere Streiks bei Air Canada - Gewerkschaft widersetzt sich Anordnung


Weitere Streiks bei Air Canada - Gewerkschaft widersetzt sich Anordnung
Weitere Streiks bei Air Canada - Gewerkschaft widersetzt sich Anordnung / Foto: Peter POWER - AFP

Der Arbeitskampf bei der größten kanadischen Airline, Air Canada, soll entgegen der Verfügung eines Schiedsgerichts fortgesetzt werden. Es werde so lange gestreikt, bis ihre Forderungen erfüllt sind, erklärte die Kanadische Gewerkschaft der Angestellten im Öffentlichen Dienst (CUPE) am Sonntagnachmittag. Air Canada verschob daraufhin die geplante Wiederaufnahme des Flugbetriebs.

Textgröße ändern:

Der Flugverkehr sollte eigentlich ab Sonntagabend wieder schrittweise anlaufen. Zuvor hatte das für Gewerkschaftsangelegenheiten zuständige Schiedsgericht Canada Industrial Relations Board (CIRB) die Flugbegleiter von Air Canada und der Low-Cost-Tochter Air Canada Rouge aufgefordert, ihre Arbeit wieder anzutreten. CUPE rief seine Mitglieder jedoch auf, sich der Anordnung zu widersetzen.

Die rund 10.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Air Canada und Air Canada Rouge hatten in der Nacht zum Samstag ihre Arbeit niedergelegt. Die Fluggesellschaften strichen am Wochenende fast alle Verbindungen. Air Canada ist die größte Fluggesellschaft Kanadas, bietet Direktverbindungen in 180 Städte weltweit an und zählt täglich rund 130.000 Fluggäste.

Aus Sorge wegen der wirtschaftlichen Folgen des Streiks in ohnehin schwierigen Zeiten infolge des Handelskonflikts mit den USA griff die Regierung in Ottawa ein und ordnete am Samstag ein verpflichtendes Schiedsverfahren an. Das CIRB ordnete daraufhin das Ende des Streiks an.

Die CUPE kritisierte dies scharf. "Wir fordern Air Canada auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um eine faire Vereinbarung zu treffen, anstatt sich darauf zu verlassen, dass die Regierung die Drecksarbeit für sie erledigt", erklärte die Gewerkschaft. Der CIRB-Schiedsrichterin Maryse Tremblay warfen die Gewerkschafter zudem einen Interessenskonflikt vor, weil sie zuvor bei Air Canada gearbeitet habe.

Die CUPE hatte das jüngste Angebot der Airline vom Donnerstag zurückgewiesen. Air Canada hatte eine Anhebung des durchschnittlichen Jahresgehalt eines Senior-Flugbegleiters bis 2027 auf 87.000 kanadische Dollar (54.000 Euro) vorgeschlagen. Das gleiche nicht einmal die Inflation aus, kritisierte die Gewerkschaft.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive

Neue Geldscheine für das britische Pfund sollen künftig Igel, Eulen und andere Tiere zeigen - anstelle von Winston Churchill, Jane Austen und anderen britischen Persönlichkeiten. Der Papageientaucher, die Schleiereule, die Dunkle Erdhummel und der Braunbrustigel seien bei einer Umfrage ausgewählt worden, an der 500.000 Britinnen und Briten teilgenommen hätten, erklärte die Bank of England (BoE) am Donnerstag.

Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.

Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken: Sie gingen um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2025 legten die Ausfuhren damit aber um 6,2 Prozent zu. Deutschlands Exporte sind ein Grund für das Wirtschaftswachstum dieses Jahr - die Forschungsinstitute erwarten ein Plus von 1,3 Prozent.

Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben

Sie war entscheidend am Apollo-Mondprogramm der Nasa beteiligt und galt als eine Pionierin der Informatik: Nun ist die US-Wissenschaftlerin Margaret Hamilton im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie starb bereits am 30. September, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem sie lange forschte, am Mittwoch mitteilte. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".

Textgröße ändern: