Pallade Veneta - Niedriger Füllstand in Gasspeichern: Grünen-Politiker besorgt - Regierung beruhigt

Niedriger Füllstand in Gasspeichern: Grünen-Politiker besorgt - Regierung beruhigt


Niedriger Füllstand in Gasspeichern: Grünen-Politiker besorgt - Regierung beruhigt
Niedriger Füllstand in Gasspeichern: Grünen-Politiker besorgt - Regierung beruhigt / Foto: TOMAS BENEDIKOVIC - AFP

Die Gasspeicher in Deutschland sind aktuell vergleichsweise schlecht gefüllt - der Grünen-Abgeordnete Michael Kellner kritisierte, Deutschland sei im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn nicht gut auf den kommenden Winter vorbereitet. Er warf der Bundesregierung vor, sie "erschöpft sich im Abwarten". Das Bundeswirtschaftsministerium wies die Bedenken am Freitag zurück.

Textgröße ändern:

Am Stichtag 21. August waren die Speicher in Deutschland laut der europäischen Plattform zur Gasspeicherung (Agsi) zu 67,66 Prozent befüllt. In der gesamten EU betrug der Füllstand demnach 74,76 Prozent - Staaten wie Österreich (knapp 80 Prozent), Belgien (89 Prozent), Polen (85 Prozent) oder Frankreich (83 Prozent) wiesen hohe Füllstände auf.

Die Initiative Energien Speichern (Ines) hatte im Juli bei einem Füllstand von rund 70 Prozent gewarnt, für eine sichere Versorgung auch bei sehr kalten Temperaturen reiche ein solcher Füllstand nicht aus. Eine vollständige Befüllung der Gasspeicher bis zum 1. November 2025 zu Beginn der Heizsaison sei "bereits heute technisch nicht mehr möglich", erklärten die Experten. Bei einem "extrem kalten Winter" würden die Speicher bis Ende Januar vollständig entleert sein.

Ines ist ein Zusammenschluss von Betreibern deutscher Gas- und Wasserstoffspeicher. Nach eigenen Angaben repräsentiert der Verband über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten und etwa 25 Prozent aller Gasspeicherkapazitäten in der EU.

Kellner erklärte, angesichts des weiter tobenden Kriegs in der Ukraine und der unklaren Weltlage sollte die Regierung "alles dafür tun, die Speicher gefüllt zu haben". Sie dürfe nicht einfach abwarten.

Das Bundeswirtschaftsministerium versicherte am Freitag, es bestehe keine Gefahr einer Gasmangellage. Die Versorgung mit Pipelinegas aus Norwegen und Flüssiggas sei gesichert. "Anders als in den Vorjahren stehen uns derzeit vier schwimmende Flüssiggasterminals für die Versorgung zur Verfügung." Die Terminals gewährleisteten das ganze Jahr über eine sehr flexible Möglichkeit, Gas zu importieren. "Das führt dazu, dass Gasspeicher relativ gesehen an Attraktivität verloren haben zur Sicherstellung der Gasversorgungssicherheit."

D.Bruno--PV

Empfohlen

Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive

Neue Geldscheine für das britische Pfund sollen künftig Igel, Eulen und andere Tiere zeigen - anstelle von Winston Churchill, Jane Austen und anderen britischen Persönlichkeiten. Der Papageientaucher, die Schleiereule, die Dunkle Erdhummel und der Braunbrustigel seien bei einer Umfrage ausgewählt worden, an der 500.000 Britinnen und Briten teilgenommen hätten, erklärte die Bank of England (BoE) am Donnerstag.

Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.

Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken: Sie gingen um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2025 legten die Ausfuhren damit aber um 6,2 Prozent zu. Deutschlands Exporte sind ein Grund für das Wirtschaftswachstum dieses Jahr - die Forschungsinstitute erwarten ein Plus von 1,3 Prozent.

Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben

Sie war entscheidend am Apollo-Mondprogramm der Nasa beteiligt und galt als eine Pionierin der Informatik: Nun ist die US-Wissenschaftlerin Margaret Hamilton im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie starb bereits am 30. September, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem sie lange forschte, am Mittwoch mitteilte. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".

Textgröße ändern: