Pallade Veneta - Umfrage: Inflation ist größte Sorge der Deutschen

Umfrage: Inflation ist größte Sorge der Deutschen


Umfrage: Inflation ist größte Sorge der Deutschen
Umfrage: Inflation ist größte Sorge der Deutschen / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Die größte Sorge der Deutschen ist die Inflation. Wie das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos am Mittwoch in Hamburg mitteilte, gaben in einer Umfrage 42 Prozent der Befragten inflationsgetriebene Preissteigerungen als eine ihrer derzeit größten Sorgen an. Das waren demnach ganze sechs Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Das Institut erhebt die Daten jeden Monat in 27 Ländern.

Textgröße ändern:

Dicht hinter der Inflation folgt bei 38 Prozent eine von Armut und sozialer Ungleichheit geprägte Besorgnis - ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat. Damit verdrängen Inflation und Armut laut Ipsos die Furcht vor einem militärischen Konflikt von der Spitze der Sorgenskala in Deutschland. So gab mit 31 Prozent nur noch knapp jeder dritte Bundesbürger die Angst vor einem bewaffneten Konflikt als eine der größten Sorgen an. Im Juni waren dies noch 41 Prozent gewesen.

Auch die Coronapandemie besorgt immer weniger Menschen: War es im Dezember mit 51 Prozent noch jeder Zweite, ist es in der aktuellen Umfrage mit 18 Prozent nicht einmal jeder Fünfte. Damit liegt Deutschland allerdings noch immer über dem globalen Durchschnitt, welcher bei zwölf Prozent liegt. Das Corona-Sorgenranking führt demnach Japan mit 33 Prozent an. Am unteren Ende der Liste steht Ungarn: Hier beunruhigt Corona lediglich drei Prozent der Befragten.

Auch global ist die Inflation laut Ipsos bereits seit drei Monaten das Sorgenthema Nummer eins. Besonders groß ist die dadurch ausgelöste Besorgnis demnach in Polen und Argentinien mit 64 beziehungsweise 62 Prozent. Für die Onlineumfrage wurden zwischen dem 27. Mai und dem 6. Juni 19.000 Menschen aus 27 Ländern befragt. In Israel, Kanada, Malaysia, Südafrika, der Türkei und den USA waren die Befragten zwischen 18 und 74 Jahre alt, in allen anderen Ländern zwischen 16 und 74 Jahre.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Ab November "dauerhaft": Deutsche Bahn verlängert für Ferien eingeführtes Familienticket

Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn soll ab November dauerhaft angeboten werden. "Wir haben uns entschieden, das Familienticket, das wir zunächst zeitweise für die Sommerferien eingeführt hatten, dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild am Sonntag". Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Textgröße ändern: