Pallade Veneta - Milchbauern warnen vor Preisverfall und Milliardenverlusten

Milchbauern warnen vor Preisverfall und Milliardenverlusten


Milchbauern warnen vor Preisverfall und Milliardenverlusten
Milchbauern warnen vor Preisverfall und Milliardenverlusten / Foto: Angela Weiss - AFP/Archiv

Die deutschen Milchbauern befürchten einen starken Preisverfall und Milliardenverluste für die Betriebe. "Aus Molkereikreisen ist zu hören, dass möglicherweise Milchpreissenkungen von minus 15 Cent pro Kilogramm Milch drohen", erklärte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Karsten Hansen, am Mittwoch. "Sollte das tatsächlich Realität werden, sprechen wir von einem Verlust von rund fünf Milliarden Euro nur für die deutschen Milchviehbetriebe." Eine solche Lücke könne "kein Steuergeld aus Brüssel und Deutschland" schließen.

Textgröße ändern:

Der BDM wirft der Bundesregierung vor, die "Vernichtung bäuerlicher Existenzen" billigend in Kauf zu nehmen. Statt eine Steuerung der Milchmengen zu ermöglichen, setze die Politik auf eine "Marktbereinigung" durch immer weniger werdende Milchviehbetriebe. "Die Politik wiederholt damit exakt die gleichen Fehler wie in den vergangenen großen Milchmarktkrisen", kritisierte BDM-Vorstand Manfred Gilch.

Die Milchbauern hoffen demnach auf die Agrarministerkonferenz der Länder in Heidelberg in dieser Woche. "Da wir wissen, dass es gerade die deutschen Ministerien sind, die in Brüssel alles verhindern, was die Erzeugerinnen und Erzeuger stärken könnte, fordern wir die in Heidelberg tagenden Ministerinnen und Minister auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden", erklärte Gilch. "Wir brauchen mehr als Appelle an die Molkereien, die schon in den vergangenen Milchmarktkrisen bewiesen haben, dass ihr Interesse an billiger Milch größer ist als an der Zukunft von bäuerlichen Betrieben."

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

"Massive" Kürzungen: Linke kritisiert Vorschläge der Rentenkommission

Die Vorschläge der Rentenkommission stoßen bereits vor ihrer offiziellen Vorstellung bei der Linken auf scharfe Kritik. Die rentenpolitische Sprecherin der Linkspartei, Sarah Vollath, sagte der "Rheinischen Post" am Samstag, die Vorschläge seien "nichts anderes als massive Rentenkürzungen, bei denen die Union laut in die Hände klatscht".

"Bild am Sonntag": Rentenkommission will Rente mit 70 ab den 2090er-Jahren einführen

Das Reformpaket, das die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission am Dienstag vorstellen wird, sieht nach Informationen der "Bild am Sonntag" ("BamS") die Einführung der Rente mit 70 ab den 2090er-Jahren vor. Wie die "BamS" unter Berufung auf Informationen aus der Kommission berichtete, soll das Renteneintrittsalter ab 2032 an die erwartete Steigerung der Lebenserwartung gekoppelt werden. In den 2090er-Jahren würde dann die Rente mit 70 gelten.

"Der Fall Mette-Marit kann helfen": Lauterbach wirbt für Organspende-Reform

Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine Neuregelung der Organspende noch in diesem Jahr: Die Chance auf eine Einführung der Widerspruchslösung in Deutschland sei gestiegen - auch wegen des öffentlichkeitswirksamen Falls der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, sagte der SPD-Politiker den Funke-Zeitungen vom Samstag: "Der Fall Mette-Marit kann uns dabei helfen."

Schiffstracker: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken

Nach einem vorübergehenden starken Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus am Vortag ist die Zahl der Durchfahrten am Freitag nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens wieder gesunken. Bis zum Abend passierten acht Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber mindestens 25 am Donnerstag, wie das Unternehmen Kpler mitteilte. Die iranische Seefahrtsbehörde gab derweil bekannt, dass alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, 48 Stunden im Voraus einen Antrag stellen müssen.

Textgröße ändern: