Pallade Veneta - Onlinehandel in Deutschland: Rewe, Shop Apotheke und Shein stark gewachsen

Onlinehandel in Deutschland: Rewe, Shop Apotheke und Shein stark gewachsen


Onlinehandel in Deutschland: Rewe, Shop Apotheke und Shein stark gewachsen
Onlinehandel in Deutschland: Rewe, Shop Apotheke und Shein stark gewachsen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Im Onlinehandel in Deutschland gewinnen Anbieter des täglichen Bedarfs an Bedeutung: Laut einer Analyse des Handelsforschungsinstituts EHI und der Datenplattform ECDB stieg Rewe 2024 mit einem Umsatz von 920 Millionen Euro auf Platz neun der umsatzstärksten Onlineshops auf, Shop Apotheke landete auf Platz acht mit einem Umsatz von 1,05 Milliarden Euro. An der Spitze behauptet sich mit Abstand Amazon mit einem Umsatz von 15 Milliarden Euro - darauf folgen Otto, Zalando und Mediamarkt.

Textgröße ändern:

"Neben den etablierten Playern gewinnen zunehmend auch Anbieter des täglichen Bedarfs an Bedeutung", erklärte EHI-Experte Lars Hofacker am Dienstag. Das liege vor allem an veränderten Einkaufsgewohnheiten: Lebensmittel würden häufiger online bestellt – zur Lieferung oder Abholung – und das E-Rezept treibe die digitale Bestellung in Apotheken voran.

Eine weitere Entwicklung ist der Erfolg "neuer internationaler Anbieter" wie der in China gegründeten Billig-Plattformen Temu und Shein. Temu erzielte laut EHI-Analyse ein Wachstum von 285 Prozent - verdreifachte den Umsatz in Deutschland also fast auf 3,4 Milliarden Euro. Das EHI ordnet Temu den Marktplätzen zu, also Plattformen, auf denen verschiedene Händler ihre Waren anbieten. Temu habe den stärksten Sprung verzeichnet und liege hier hinter Amazon, Ebay, Otto und Zalando auf Platz fünf.

Bei den Onlineshops, in denen Unternehmen direkt an Kundinnen und Kunden verkaufen, landete Shein im EHI-Ranking auf Platz sieben mit einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro - hinter Apple und Ikea und vor Shop Apotheke, Rewe und Aboutyou.

Insgesamt wuchs der Umsatz im Onlinehandel im vergangenen Jahr preisbereinigt um 3,0 Prozent auf 80,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet das EHI mit einem weiteren Wachstum um 5,3 Prozent.

Das Umsatzwachstum wird dabei stark von den zehn umsatzstärksten Shops getrieben. Diese verzeichneten ein Wachstum von acht Prozent, die übrigen 990 Shops hingegen nur um 1,3 Prozent. "Der Markt bleibt somit stark konzentriert", erklärte ECDB-Chef Friedrich Schwandt. "Große Anbieter wachsen schneller und sichern sich einen immer größeren Anteil am Gesamtmarkt."

B.Cretella--PV

Empfohlen

Ärztevertreter und Branchenverbände kritisieren Empfehlungen zur Kassen-Reform

Die Vorschläge der Kommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung sind bei den betroffenen Branchen auf scharfe Ablehnung gestoßen. Ärzteverbände, Pharmaindustrie, Apothekenvertreter und die Zuckerwirtschaft kritisierten am Montag die Empfehlungen, deren Umsetzung ihnen voraussichtlich finanzielle Einbußen bescheren würden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) etwa warnte vor einem "Wegfall von Millionen Arztterminen", sollte die von der Kommission vorgeschlagene Begrenzung der Ärzte-Vergütungen tatsächlich kommen.

Milliarden-Einschnitte im Gesundheitswesen: Kommission stellt Empfehlungen vor

Höhere Zuzahlungen für Medikamente, ein Ende der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner, Steueraufschläge auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke: Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat am Montag in Berlin ihre Reformvorschläge für die gesetzlichen Krankenversicherung vorgestellt. Ziel ist eine Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge, die von den Versicherten und Arbeitgebern gezahlt werden müssen. Die Fachleute präsentierten 66 konkrete Empfehlungen, deren Umsetzung die Gesundheitskosten allein im kommenden Jahr um 42 Milliarden Euro sinken lassen könnten - eine Summe, die deutlich über dem erwarteten Fehlbetrag liegt.

Prien will Kinder- und Jugendhilfe grundlegend umgestalten

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will die Kinder- und Jugendhilfe grundlegend umgestalten. Das geht laut einem Bericht des Portals Politico vom Montag aus einem Referentenentwurf ihres Ministeriums hervor. Prien will demnach durch die Reform mittelfristig 2,7 Milliarden Euro einsparen.

Energiepreisschock: Inflation legt im März voraussichtlich deutlich zu

Getrieben von stark gestiegenen Energiepreisen hat die Inflation in Deutschland im März nach ersten Daten deutlich angezogen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Februar hatte sich die Teuerung noch abgeschwächt und 1,9 Prozent betragen.

Textgröße ändern: