Pallade Veneta - Wirtschaftsnobelpreisgewinner warnt vor "technologischer Führung" durch USA und China

Wirtschaftsnobelpreisgewinner warnt vor "technologischer Führung" durch USA und China


Wirtschaftsnobelpreisgewinner warnt vor "technologischer Führung" durch USA und China

Einer der diesjährigen Gewinner des Wirtschaftsnobelpreises, der Franzose Philippe Aghion, hat vor einer zu dominanten Stellung der USA und Chinas im Technologiebereich gewarnt. "Ich denke, die europäischen Länder müssen begreifen, dass wir nicht länger zulassen dürfen, dass die USA und China technologisch führend werden und wir ihnen gegenüber verlieren", sagte der 69-Jährige am Montag.

Textgröße ändern:

Aghion wurde am Montag per Telefon der Veranstaltung zur Vergabe des Nobelpreises in Stockholm zugeschaltet. In seiner Ansprache verwies er darauf, dass Europa seit Mitte der 1980er Jahren mit Blick auf das durchschnittliche Pro-Kopf-BIP hinter den USA zurückgefallen sei. "Der Hauptgrund ist, dass wir es nicht geschafft haben, technologische Innovationen auf Spitzenniveau umzusetzen."

Dem Franzosen zufolge verfügt Europa "nicht über die richtigen politischen Instrumente und Institutionen, um Innovationen im Bereich der Hochtechnologie voranzutreiben". Unter anderem habe die EU "kein innovationsfreundliches Finanzökosystem".

Aghion wird zusammen mit dem Kanadier Peter Howitt ausgezeichnet. Die beiden erhalten eine Hälfte des Wirtschaftsnobelpreises für ihre Forschung zum Konzept der "schöpferischen Zerstörung". Dieses beschreibt, wie Unternehmen unter Umständen darunter leiden, wenn ein neues und besseres Produkt auf den Markt kommt. Aghion und Howitt haben dazu ein mathematisches Modell entwickelt.

Die andere Hälfte des Wirtschaftsnobelpreises geht an den US-Israeli Joel Mokyr. Der Professor an der Northwestern University in den USA hat sich nach Angaben der Königlichen Akademie der Wissenschaften mit seinen Arbeiten zur "Identifizierung der Vorbedingungen für nachhaltiges Wachstum durch technologischen Fortschritt" verdient gemacht.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Vance: Iran-Gespräche nicht so hart wie Talkshow-Auftritt

US-Vizepräsident JD Vance hat die vereinbarten Friedensgespräche mit dem Iran mit einem Talkshow-Auftritt verglichen. Vance scherzte am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus, er habe "großartige Erfahrungen mit sehr feindlichen Verhandlungen" gemacht. Er sei zu Gast in der Talkshow der US-Moderatorin und Satirikerin Jay Behar gewesen, die "deutlich härter als die Iraner" sei. "Sie und ich sind jetzt beste Freunde", fügte er hinzu.

Schiffsverfolgungsdienste: Acht Schiffe durchqueren Straße von Hormus

Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Krieges haben am Donnerstag nach Angaben von Schiffsverfolgungsdiensten bereits mehrere Frachtschiffe die Straße von Hormus passiert. Bis 16.30 Uhr hätten acht Frachter den Golf durch die Meerenge verlassen, teilte die Datenfirma Kpler mit. Unter den Schiffen befand sich ein französischer LNG-Tanker. Der Verband Deutscher Reeder erklärte, nicht mit der unmittelbaren Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu rechnen.

SPD-Fraktion: Verabschiedung der Gesundheitsreform wird verschoben

Die für kommende Woche geplante Verabschiedung der Gesundheitsreform im Bundestag wird verschoben. Das große Reformprojekt von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) solle nun am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause, dem 10. Juli, verabschiedet werden - zwei Wochen später als geplant, erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, am Donnerstag in Berlin. Er begründete die Verschiebung mit weiterem Beratungsbedarf.

"Koalitionsbruch": Harte Kritik an Entwurf aus dem Hause Bas zu Arbeitszeitreform

Ein Entwurf des SPD-geführten Bundesarbeitsministeriums zur Reform des Arbeitszeitgesetzes ist auf harte Kritik im Arbeitgeberlager und in der Union gestoßen. Wirtschaftsverbände und Unionspolitiker warfen Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) einen Bruch des Koalitionsvertrags vor. Laut einem Referentenentwurf, der AFP am Donnerstag vorlag, will Bas den Übergang von der Tages- zur Wochenarbeitszeit an Tarifverträge knüpfen und strengere Vorschriften für die Arbeitszeiterfassung erlassen.

Textgröße ändern: