Pallade Veneta - Mindestvergütung für Azubis steigt nächstes Jahr auf 724 Euro

Mindestvergütung für Azubis steigt nächstes Jahr auf 724 Euro


Mindestvergütung für Azubis steigt nächstes Jahr auf 724 Euro
Mindestvergütung für Azubis steigt nächstes Jahr auf 724 Euro / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Azubis steht im kommenden Jahr eine höhere Mindestvergütung zu. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) am Montag mitteilte, gilt für Auszubildende in dualen Ausbildungsberufen, die ihre Ausbildung zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 beginnen, eine Mindestvergütung von 724 Euro im ersten Ausbildungsjahr - knapp 6,2 Prozent mehr als bislang. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es dann 854 Euro, im dritten 977 Euro und im vierten Jahr 1014 Euro.

Textgröße ändern:

Die Mindestausbildungsvergütung gilt seit 2020 und ist eine gesetzlich festgelegte Untergrenze für die monatliche Ausbildungsvergütung. Für 2025 liegt der Satz im ersten Ausbildungsjahr bei 682 Euro, wobei es für die folgenden Ausbildungsjahre dann gesetzlich festgelegte prozentuale Aufschläge auf die Vergütung des ersten Jahres gibt.

Die meisten Azubis liegen nach BIBB-Angaben allerdings oberhalb der Mindestgrenze. So hätten 2024 Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben über alle Ausbildungsjahre hinweg im Durchschnitt eine Ausbildungsvergütung von monatlich 1133 Euro brutto erhalten, erklärte das Bundesinstitut. Dabei gibt es demnach aber Unterschiede je nach Region und Berufsfeld.

Auch ein Unterschreiten der Mindestausbildungsvergütung ist möglich. Sieht ein Tarifvertrag eine Ausbildungsvergütung unterhalb der Mindestausbildungsvergütung vor, dürfen sich tarifgebundene Ausbildungsbetriebe danach richten. Für nicht tarifgebundene Betriebe gilt zusätzlich zur Mindestausbildungsvergütung, dass ihre Vergütung die für ihre Branche und Region geltenden tariflichen Sätze um maximal 20 Prozent unterschreiten darf.

Seit Einführung der Mindestausbildungsvergütung 2020 sei "für drei bis vier Prozent der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse" im ersten Ausbildungsjahr eine Vergütung in Höhe der Mindestausbildungsvergütung vereinbart worden, erklärte das BIBB.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch

Der britische Energieriese Shell profitiert derzeit von deutlich höheren Raffineriemargen. Im dritten Quartal wuchs die Spanne um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen.

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Kabinett: Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können

Die staatliche Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können. Einen entsprechenden Entwurf von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für eine neue Finanzierungsstruktur segnete das Bundeskabinett am Mittwoch ab. Damit würden "notwendige Sanierungen und wichtige Neubauprojekte verlässlicher und schneller umgesetzt", erklärte Bilger. "Ab 2027 wird die Autobahn GmbH begrenzt kreditfähig, ab 2028 erhält sie einen Anteil aus der Lkw-Maut." Auch soll künftig verstärkt privates Kapital zum Einsatz kommen können.

Rubio: Iran kontrolliert Straße von Hormus nicht mehr vollständig

Der Transport von Öl durch die seit Monaten vom Iran blockierte Straße von Hormus hat sich nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder weitgehend normalisiert. "Es wird derzeit fast genauso viel Öl durch sie hindurch geschleust wie vor Beginn dieses Konflikts. Sie haben also die vollständige Kontrolle über die Meerenge verloren", sagte Rubio am Mittwoch bei einem Besuch in der griechischen Hauptstadt Athen.

Textgröße ändern: