Pallade Veneta - Sexpuppen-Verkauf in Frankreich: Shein sichert Zusammenarbeit mit Justiz zu

Sexpuppen-Verkauf in Frankreich: Shein sichert Zusammenarbeit mit Justiz zu


Sexpuppen-Verkauf in Frankreich: Shein sichert Zusammenarbeit mit Justiz zu
Sexpuppen-Verkauf in Frankreich: Shein sichert Zusammenarbeit mit Justiz zu / Foto: Piero CRUCIATTI - AFP/Archiv

Das wegen des Verkaufs von Sex-Puppen mit kindlichen Zügen ins Visier der französischen Justiz geratene Online-Unternehmen Shein hat seine Zusammenarbeit mit den Behörden zugesichert. "Wir werden uneingeschränkt mit den Justizbehörden kooperieren", sagte der Sprecher von Shein Frankreich, Quentin Ruffat, am Dienstag dem Radiosender RMC. Das Unternehmen sei bereit, die Namen der Käufer solcher Puppen offenzulegen.

Textgröße ändern:

"Wir werden gegenüber den Behörden vollkommen transparent sein. Wenn sie uns dazu auffordern, werden wir dem nachkommen", sagte er.

Shein war zuvor in Frankreich wegen des Verkaufs von Sexpuppen mit kindlichen Zügen auf seiner Online-Plattform zunehmend unter Druck geraten: Die zuständige Anti-Betrugsbehörde schaltete am Samstag die Justiz ein, die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. Die Sexpuppen mit "kindlichem Aussehen" seien auf eine Art beschrieben, dass an dem "pädopornografischen Charakter" kaum zu zweifeln sei, erklärte die Anti-Betrugsbehörde zur Begründung.

Wirtschaftsminister Roland Lescure drohte seinerseits damit, Shein den Zugang zum französischen Markt zu verwehren. Vertreter des Unternehmens müssten innerhalb von zwei Wochen vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss erscheinen, teilte der zuständige Abgeordnete Antoine Vermorel-Marques am Montag mit.

Shein will am Mittwoch sein weltweit erstes Ladengeschäft im Pariser Kaufhaus BHV eröffnen. Diese Pläne haben massive Proteste ausgelöst. Das Unternehmen steht in der Kritik, weil es die Märkte mit Billigwaren überschwemmt, die unter ökologisch und sozial fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden.

Neben Shein stehen auch die chinesische Plattform AliExpress sowie die Anbieter Temu und Wish wegen des Verkaufs von Sexpuppen im Visier der Justiz. Es gehe bei den Untersuchungen um die "Verbreitung von gewalttätigen, pornografischen oder gegen die Würde verstoßenden Inhalten, die für Minderjährige zugänglich sind", erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Im Fall von Shein und AliExpress bezögen sich die Untersuchungen auch auf die "Verbreitung von Bildern oder Darstellungen Minderjähriger mit pornografischem Charakter".

F.Dodaro--PV

Empfohlen

O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032

Der für seine unverblümten Äußerungen bekannte Ryanair-Chef Michael O'Leary hat seinen Vertrag an der Spitze des Billigfliegers um fast sechs Jahre verlängert. Der Ryanair-Vorstand teilte am Freitag mit, er habe einen Vertrag abgeschlossen, wonach der 65-Jährige bis zum April 2032 Vorstandsvorsitzender bleiben soll. Der Vertragsverlängerung waren monatelangen Verhandlungen vorausgegangen.

EU-Gipfel offenbart Differenzen bei Haushalt und Verhandlungen mit Russland

Beim EU-Gipfel sind bezüglich des künftigen EU-Haushalts und der Vorgehensweise bei möglichen Verhandlungen mit Russland deutliche Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten zutage getreten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhöhte im Anschluss an das zweitägige Treffen am Freitag in Brüssel den Druck in den Haushaltsverhandlungen und forderte einen "akzeptablen" Budgetvorschlag. EU-Ratspräsident António Costa verteidigte derweil die Aufnahme diplomatischer Kontakte mit Moskau gegen Kritik.

Merz erhöht in EU-Haushaltsverhandlung den Druck: Brauchen "akzeptablen" Vorschlag

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim EU-Gipfel in Brüssel den Druck in den Haushaltsverhandlungen deutlich erhöht. Der derzeitige Entwurf eines mehrjährigen EU-Haushalts "ist aus deutscher Sicht unbezahlbar und auch unausgewogen", sagte Merz am Freitag in Brüssel. Irland, das am 1. Juli die rotierende EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, müsse nun einen "akzeptablen" Vorschlag präsentieren.

Baden-Württemberg: Bei Suche nach vermisstem Säugling Babyleiche gefunden

Bei der Suche nach einem drei Monate alten vermissten Säugling im baden-württembergischen Renningen ist eine Babyleiche gefunden worden. Dabei könnte es sich um den in der Nacht zum Freitag aus einem Kinderwagen verschwundenen Jungen handeln, teilte das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Die Identifizierung dauerte demnach noch an.

Textgröße ändern: