Pallade Veneta - Swissaid: Zunehmende Goldimporte aus Bürgerkriegsland Sudan deuten auf Verwicklung der Emirate hin

Swissaid: Zunehmende Goldimporte aus Bürgerkriegsland Sudan deuten auf Verwicklung der Emirate hin


Swissaid: Zunehmende Goldimporte aus Bürgerkriegsland Sudan deuten auf Verwicklung der Emirate hin
Swissaid: Zunehmende Goldimporte aus Bürgerkriegsland Sudan deuten auf Verwicklung der Emirate hin / Foto: SEBASTIAN DERUNGS - AFP/Archiv

Die Ausfuhren von Gold aus dem Bürgerkriegsland Sudan in die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach Angaben einer Schweizer Nichtregierungsorganisation im vergangenen Jahr stark zugenommen. 2024 seien 29 Tonnen des Edelmetalls aus dem Sudan in die Emirate verkauft worden - gegenüber 17 Tonnen im Vorjahr, erklärte die Organisation Swissaid am Dienstag unter Verweis auf Daten aus einer UN-Datenbank. Hinzu kämen weitere Importe über Nachbarländer des Sudan.

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Den Angaben nach bezogen die Emirate im vergangenen Jahr auch 18 Tonnen Gold aus dem Tschad und neun Tonnen aus Libyen. Swissaid bezieht sich auf Außenhandelszahlen der Emirate, die am 31. Oktober auf der Plattform UN Comtrade veröffentlicht und mittlerweile wieder gelöscht worden seien.

Der Sudan versinkt seit mehr als zwei Jahren im Bürgerkrieg. Seit April 2023 bekämpfen sich die Armee von Militärherrscher Abdel-Fattah al-Burhan und die Miliz Rapid Support Forces (RSF) seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo. Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird vorgeworfen, den Konflikt mit Waffenlieferungen an die RSF anzuheizen, was der reiche Golfstaat kategorisch zurückweist.

Swissaid sieht in den Zahlen zum Handel mit Gold ein weiteres Indiz für die Verflechtungen der Emirate in dem blutigen Konflikt. Sudans Nachbarländer Tschad und Libyen seien "Ausgangstore" der RSF für sudanesisches Gold. "Dieses Schema und diese Ströme bestätigen die Rolle der Emirate als wichtigstes Ziel für sudanesisches Schmuggelgold", erklärte die Organisation.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind insgesamt der größte Abnehmer von afrikanischem Gold. 2024 gab es hier laut Swissaid mit 748 Tonnen einen Anstieg um 18 Prozent. Daneben importierte der Golfstaat auch "russisches Gold, das zur Finanzierung des Krieges in der Ukraine beiträgt", im Wert von 5,4 Milliarden Dollar. Die Emirate seien "eine Drehscheibe für Gold zweifelhaften Ursprungs, vor allem Gold aus Konfliktgebieten".

B.Cretella--PV

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