Pallade Veneta - Gut die Hälfte der Beschäftigten erhält Weihnachtsgeld - Männer öfter als Frauen

Gut die Hälfte der Beschäftigten erhält Weihnachtsgeld - Männer öfter als Frauen


Gut die Hälfte der Beschäftigten erhält Weihnachtsgeld - Männer öfter als Frauen
Gut die Hälfte der Beschäftigten erhält Weihnachtsgeld - Männer öfter als Frauen / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP

Gut die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland erhält in diesen Wochen Weihnachtsgeld. Bei Beschäftigten mit Tarifvertrag beträgt der Anteil 77 Prozent, ohne Tarifvertrag sind es 41 Prozent, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch mitteilte. Die Höhe der Zahlung variiert demnach zwischen 250 und mehr als 4200 Euro.

Textgröße ändern:

Das WSI führt alljährlich eine Online-Umfrage durch, an der sich zwischen Oktober 2024 und September diesen Jahres mehr als 58.000 Menschen beteiligten. Sie ist laut dem Institut nicht repräsentativ, erlaube aber aufgrund der hohen Fallzahlen "detaillierte Einblicke in die Arbeitswelt". Demnach bekommen mit 51 Prozent aller Beschäftigten etwas weniger die Zusatzzahlung als im vergangenen Jahr.

Das Statistische Bundesamt hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass knapp 86 Prozent aller Beschäftigten mit Tarifvertrag Weihnachtsgeld bekommen. Laut WSI berücksichtigen die Statistiker aber auch alle Jahressonderzahlungen mit Auszahlung im November oder Dezember.

Den WSI-Zahlen nach erhalten Männer etwas häufiger Weihnachtsgeld als Frauen, was statistisch mit der höheren Teilzeitquote von Frauen zusammenhängt. Beschäftigte in Westdeutschland haben wegen der dort deutlich höheren Tarifbindung zudem bessere Chancen auf die Zusatzzahlung als in Ostdeutschland.

Die Höhe der Zusatzzahlung variiert von Branche zu Branche. Mit 250 Euro fällt sie in der Landwirtschaft in Bayern am niedrigsten aus. Die chemische Industrie in Nordrhein-Westfalen zahlt mit 4235 Euro am meisten. Über hohe Zahlungen können sich auch Angestellte in der Energieversorgung in Nordrhein-Westfalen, in der Süßwarenindustrie in Baden-Württemberg, in der westfälischen Textilindustrie, bei Privatbanken und der Deutschen Bahn freuen.

A.Fallone--PV

Empfohlen

O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032

Der für seine unverblümten Äußerungen bekannte Ryanair-Chef Michael O'Leary hat seinen Vertrag an der Spitze des Billigfliegers um fast sechs Jahre verlängert. Der Ryanair-Vorstand teilte am Freitag mit, er habe einen Vertrag abgeschlossen, wonach der 65-Jährige bis zum April 2032 Vorstandsvorsitzender bleiben soll. Der Vertragsverlängerung waren monatelangen Verhandlungen vorausgegangen.

EU-Gipfel offenbart Differenzen bei Haushalt und Verhandlungen mit Russland

Beim EU-Gipfel sind bezüglich des künftigen EU-Haushalts und der Vorgehensweise bei möglichen Verhandlungen mit Russland deutliche Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten zutage getreten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhöhte im Anschluss an das zweitägige Treffen am Freitag in Brüssel den Druck in den Haushaltsverhandlungen und forderte einen "akzeptablen" Budgetvorschlag. EU-Ratspräsident António Costa verteidigte derweil die Aufnahme diplomatischer Kontakte mit Moskau gegen Kritik.

Merz erhöht in EU-Haushaltsverhandlung den Druck: Brauchen "akzeptablen" Vorschlag

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim EU-Gipfel in Brüssel den Druck in den Haushaltsverhandlungen deutlich erhöht. Der derzeitige Entwurf eines mehrjährigen EU-Haushalts "ist aus deutscher Sicht unbezahlbar und auch unausgewogen", sagte Merz am Freitag in Brüssel. Irland, das am 1. Juli die rotierende EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, müsse nun einen "akzeptablen" Vorschlag präsentieren.

Baden-Württemberg: Bei Suche nach vermisstem Säugling Babyleiche gefunden

Bei der Suche nach einem drei Monate alten vermissten Säugling im baden-württembergischen Renningen ist eine Babyleiche gefunden worden. Dabei könnte es sich um den in der Nacht zum Freitag aus einem Kinderwagen verschwundenen Jungen handeln, teilte das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Die Identifizierung dauerte demnach noch an.

Textgröße ändern: