Pallade Veneta - China und USA setzen Vereinbarungen aus Xi-Trump-Gespräch bei Zöllen um

China und USA setzen Vereinbarungen aus Xi-Trump-Gespräch bei Zöllen um


China und USA setzen Vereinbarungen aus Xi-Trump-Gespräch bei Zöllen um
China und USA setzen Vereinbarungen aus Xi-Trump-Gespräch bei Zöllen um / Foto: STR - AFP

China und die USA haben wichtige handelspolitische Vereinbarungen aus dem Gespräch der Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump umgesetzt. Peking kündigte am Mittwoch an, erhöhte Zollaufschläge für US-Produkte weiterhin bei zehn Prozent zu belassen und Extrazölle auf Soja und weitere Agrarprodukte vorerst nicht zu erheben. Trump hatte am Vorabend bereits ein Dekret unterzeichnet, das unter Verweis auf die Droge Fentanyl erhobene Zölle in Höhe von 20 Prozent halbiert.

Textgröße ändern:

Der US-Präsident hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Januar hohe Zölle gegen die wichtigsten Handelspartner seines Landes - Mexiko, Kanada und China - verhängt und dies damit begründet, dass diese nicht ausreichend gegen den Fentanyl-Schmuggel in die USA vorgehen. China kündigte daraufhin eigene Zölle auf bestimmte US-Produkte wie Sojabohnen an, die wichtige Wählergruppen Trumps empfindlich trafen.

Im April führte Trump weitere Zölle gegen fast alle US-Handelspartner ein, auf die China mit eigenen Zöllen in gleicher Höhe von 24 Prozent reagierte. Der Zollstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt eskalierte zunächst, im Mai gab es aber eine Annäherung: Beide Seiten reduzierten die April-Zölle auf zehn Prozent und vereinbarten weitere Verhandlungen.

Trump stört die große Importabhängigkeit der USA von China. Er will Produktion wieder in den USA ansiedeln und China dazu bringen, mehr Waren in den USA zu kaufen. Peking führte allerdings in der Folge Exportrestriktionen für Seltene Erden ein - Metalle, die für viele moderne Technologien unabdingar sind, und welche die USA wie auch andere Länder fast ausschließlich aus China beziehen.

In der vergangenen Woche trafen sich Xi und Trump am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Südkorea und einigten sich in einer Reihe von Punkten. In der Folge verlängerten nun beide Seiten die Reduzierung der gegenseitigen Strafzölle auf zehn Prozent um ein Jahr.

Für die sogenannten Fentanyl-Zölle sagte Trump eine Halbierung auf 10 Prozent zu, nachdem Peking versprach, den Fluss von Vorläufersubstanzen für die Herstellung der Droge in die Vereinigten Staaten zu stoppen. Die entsprechende Verordnung, die am Dienstag unterzeichnet wurde, betont, dass die Umsetzung dieser Zusage überwacht werde.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Undercover-Ermittlungen in australischen Pubs: Oft zu wenig Bier im Glas

Australische Pub-Besucher zahlen häufig für mehr Bier, als sie tatsächlich serviert bekommen: Behördlich beauftragte Undercover-Ermittler stießen in fast jeder dritten Kneipe auf Verstöße. Wegen ungenauer Messgeräte, nicht zugelassener Gläser oder "Verschütten beim Einschenken" hätten Kunden häufig das Nachsehen.

Dänischer Energiekonzern Örsted trotzt Gegenwind aus USA

Der dänische Windenergiekonzern Örsted hat trotz großer Probleme in seinem wichtigsten Markt, den USA, im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht. Der Konzern verbuchte einen Nettogewinn von 3,16 Milliarden Kronen (424 Millionen Euro) nach nur 16 Millionen Kronen im Vorjahr, wie er am Freitag mitteilte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 73,24 Milliarden Kronen.

Grüne wollen Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gegen Haushalt 2025 organisieren

Die Grünen halten den Bundeshaushalt 2025 für verfassungswidrig und wollen einen Gang nach Karlsruhe organisieren. Die Bundesregierung habe "Milliarden Euro zweckentfremdet und damit gegen die Verfassung verstoßen", erklärte der Grünen-Finanzpolitiker Andreas Audretsch am Freitag. Seine Fraktion fühle sich von zwei in Auftrag gegebenen Gutachten bestätigt und wolle diese nutzen, um "gemeinsam mit der Zivilgesellschaft" Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe "auszuloten und voranzutreiben".

EU will Tiktok weniger suchtfördernd machen - Plattform weist Vorwürfe zurück

Vor dem Hintergrund der Debatte um die schädlichen Auswirkungen von Social Media auf Kinder und Jugendliche hat die EU die Videoplattform Tiktok aufgefordert, ihre "süchtig machende" Funktionsweise zu ändern. Erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass "Tiktok nicht ausreichend berücksichtigt, wie diese süchtig machenden Funktionen die körperliche und psychische Gesundheit seiner Nutzer" beeinträchtigen könne, erklärte die EU-Kommission am Freitag. Der chinesische Onlinedienst kündigte an, die "kategorisch falschen" Vorwürfe anfechten zu wollen.

Textgröße ändern: