Pallade Veneta - Artikel zu Spionageverdacht: BGH verhandelt über Klage Marokkos gegen Medien

Artikel zu Spionageverdacht: BGH verhandelt über Klage Marokkos gegen Medien


Artikel zu Spionageverdacht: BGH verhandelt über Klage Marokkos gegen Medien
Artikel zu Spionageverdacht: BGH verhandelt über Klage Marokkos gegen Medien / Foto: Thomas Lohnes - AFP/Archiv

Eine Klage Marokkos gegen deutsche Medien hat am Dienstag den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe beschäftigt. Marokko will erreichen, dass die "Süddeutsche Zeitung" und "Zeit Online" nicht mehr über den Verdacht schreiben, dass der marokkanische Geheimdienst mithilfe der Spionagesoftware Pegasus ausländische Politiker ausgespäht habe. Der BGH entscheidet, ob ein ausländischer Staat überhaupt gegen deutsche Medien solche Ansprüche geltend machen kann. (Az. VI ZR 415/23 und VI ZR 416/23)

Textgröße ändern:

Eine Recherche von 17 internationalen Medien ergab 2021, dass die Telefone von hunderten Journalisten, Politikern und Menschenrechtsaktivisten in verschiedenen Ländern mit der Spionagesoftware überwacht worden waren. Berichtet wurde unter anderem, dass gegen Marokko der Verdacht bestehe, den französischen Präsidenten Emmanuel Macron ausgespäht zu haben.

Marokko gibt an, die Pegasus-Software nicht gekauft zu haben und kein Kunde des Herstellers zu sein. Das Land sieht durch die Artikel sein Ansehen in der Öffentlichkeit beschädigt und beruft sich darauf, dass seine Staatenwürde verletzt sei.

Vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht Hamburg hatten die Klagen keinen Erfolg. Denn ein allgemeines Persönlichkeitsrecht oder eine persönliche Ehre von Staaten gibt es im deutschen Recht nicht. Der BGH muss nun prüfen, ob es bei dem Hamburger Urteil bleibt. Eine Entscheidung fiel am Dienstag noch nicht, sie soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Wildberger verteidigt KI-Nutzung für Reden und verweist auf "klare Regeln"

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat die Nutzung von KI bei der Erstellung von Reden und Gastbeiträgen in seinem Ministerium verteidigt. "Wir haben sehr klare Regeln, wie das passiert", sagte er in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial" nach Angaben vom Freitag. Ideen, Inhalte und Struktur müssten dabei "vom Mensch" stammen. Und auch am Ende "schaut immer der Mensch drüber und ist dafür auch verantwortlich." Dies gelte auch für ihn selbst.

Suche mit Hunden und Drohnen: Drei Monate altes Baby in Renningen vermisst

Mit Drohnen, Hunden und einem Polizeihubschrauber sucht die Polizei in Baden-Württemberg nach einem drei Monate alten Säugling. Der kleine Junge verschwand in der Nacht zum Freitag in Renningen im Landkreis Böblingen, wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilte. Nach Angaben eines Sprechers lag das Baby zuletzt in einem Kinderwagen. Weitere Details zu den Umständen seines Verschwindens gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

Reispreis in Japan fällt erstmals seit dreieinhalb Jahren

In Japan ist der Preis für Reis erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder gefallen. Er lag im Mai 5,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie es am Freitag aus dem Innenministerium in Tokio hieß. Es sei der erste Preisrückgang seit November 2022.

Bonner Rheinbrücke bleibt mindestens bis Ende 2028 gesperrt - Neubau nötig

Es ist "eine riesige Belastung für die gesamte Region": Die marode Autobahnbrücke in Bonn ist so stark beschädigt, dass sie für den Pkw- und Lkw-Verkehr gesperrt bleiben muss. Die Hiobsbotschaft überbrachte am Freitag Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Die sogenannte Vorlandbrücke am linken Rheinufer muss abgerissen und neu gebaut werden. Schnieder stellte eine Wiedereröffnung der Brücke Ende 2028 in Aussicht.

Textgröße ändern: