Pallade Veneta - Weinproduktion erholt sich 2025 leicht - steht aber weiter vor Herausforderungen

Weinproduktion erholt sich 2025 leicht - steht aber weiter vor Herausforderungen


Weinproduktion erholt sich 2025 leicht - steht aber weiter vor Herausforderungen
Weinproduktion erholt sich 2025 leicht - steht aber weiter vor Herausforderungen / Foto: MARCO BERTORELLO - AFP

Nach der historisch schlechten Ernte im Vorjahr ist die weltweite Weinproduktion 2025 wieder auf Erholungskurs, steht aber weiter vor Herausforderungen, nicht zuletzt durch den Klimawandel. Nach dem "außergewöhnlich niedrigen Volumen" 2024 zeige sich in diesem Jahr eine "leichte Erholung", teilte die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) mit. Allerdings sei die Produktion weiterhin unterdurchschnittlich, bedingt durch klimatische Veränderungen und sich wandelnde Konsummuster.

Textgröße ändern:

Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der OIV, der eine erste Prognose für 2025 enthält, werden in diesem Jahr weltweit rund 232 Millionen Hektoliter Wein produziert. Das entspricht zwar einem Anstieg von rund drei Prozent gegenüber der Ernte von 2024, als die Produktion auf das niedrigste Niveau seit 1961 abgesackt war, liegt aber noch immer sieben Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Die Europäische Union, auf die 60 Prozent der weltweiten Weinproduktion entfallen, ist dem Jahresbericht zufolge weiterhin mit "starken klimatischen Schwankungen" konfrontiert, wobei Italien auch 2025 der weltweit größte Weinproduzent mit 47,3 Millionen Hektolitern bleibt, gefolgt von Frankreich (35,9 Millionen Hektoliter) und Spanien (29,4 Millionen Hektoliter). Für Deutschland werden laut OIV für dieses Jahr 7,3 Millionen Hektoliter erwartet, was demnach 14 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt.

In den USA, dem weltweit viertgrößten Produzenten gibt es laut OIV 2025 nur eine "teilweise Erholung" gegenüber den Vorjahreswerten. Auf der Südhalbkugel erwartet die OIV für dieses Jahr Verbesserungen in Südafrika, Australien, Neuseeland und Brasilien, was demnach einen deutlichen Rückgang in Chile ausgleichen kann, wo die Produktion zuletzt unter Hitzewellen, unregelmäßigen Niederschlägen und Dürren litt.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass es Menschen und Regionen gibt, die unter diesen klimatischen Folgen leiden", sagte OIV-Generaldirektor John Barker der Nachrichtenagentur AFP. Global betrachtet sei es aus Sicht der Weinproduzenten indes nicht nur negativ, dass sich das weltweite Angebot an die zuletzt gesunkene Nachfrage nach Wein angleiche. Dies könne zu stärkeren Exportpreisen beitragen.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: