Pallade Veneta - Elektromobilität: Bundesregierung beschließt "Masterplan" für Ladenetz

Elektromobilität: Bundesregierung beschließt "Masterplan" für Ladenetz


Elektromobilität: Bundesregierung beschließt "Masterplan" für Ladenetz
Elektromobilität: Bundesregierung beschließt "Masterplan" für Ladenetz / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Für das Laden von Elektroautos soll es in Deutschland künftig bessere Rahmenbedingungen geben. "Transparente Preise, einfache Bezahlmöglichkeiten und faire Vergaberegeln sollen dafür sorgen, dass Laden überall so unkompliziert wird wie das Tanken", teilte die Bundesregierung am Mittwoch mit. Der vom Kabinett in Berlin zuvor verabschiedete "Masterplan Ladeinfrastruktur 2030" sieht zudem eine Stärkung der Investitionsbereitschaft vor, etwa durch Programme für Ladepunkte in Mehrparteienhäusern und an Autobahnen.

Textgröße ändern:

Außerdem sollen Genehmigungsprozesse gestrafft und bundeseigene Flächen besser genutzt werden, wie die Bundesregierung weiter mitteilte. Beim Masterplan handelt es sich demnach um eine "ressortübergreifende Gesamtstrategie der Bundesregierung für einen schnelleren und einfacheren Ausbau von Ladeinfrastruktur". Ziel sei es, die Rahmenbedingungen für das Laden aller Elektrofahrzeuge zu verbessern und ein "flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Ladenetz zu schaffen".

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte den Kabinettsbeschluss als "gute Nachricht" für Verbraucher. Der Plan sehe "eine ganze Reihe richtiger Maßnahmen vor, die dazu beitragen können, die Attraktivität der E-Mobilität für die Verbraucher weiter zu erhöhen und so den Markthochlauf von E-Fahrzeugen zu stärken", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Entscheidend werde nun sein, "dass diese Maßnahmen nun rasch und konsequent umgesetzt werden".

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) erklärte, der Plan greife zentrale Aspekte auf, um den Aufbau von Ladesäulen zielgerichtet und praxisnah zu unterstützen. Dazu gehörten unter anderem "die effiziente Flankierung des Aufbaus von Ladesäulen auf Supermarktparkplätzen und in Wohnquartieren" sowie eine verbesserte Integration in das Stromnetz. Nötig sei jedoch auch "eine ganzheitliche Elektromobilitätsstrategie, die neben der Ladeinfrastruktur auch den Hochlauf der E-Fahrzeuge adressiert", forderte BDEW-Chefin Kerstin Andreae.

Die Energie- und Ladebranche habe im Vertrauen auf einen schnellen Hochlauf von E-Fahrzeugen "Milliardeninvestitionen getätigt" und stelle in Deutschland inzwischen mit über 184.000 öffentlichen Ladepunkten ein "breites Angebot" bereit, führte Andreae aus. Obwohl die Belegung der Ladesäulen mit durchschnittlich 15 Prozent nach wie vor sehr niedrig sei, wolle die Branche weiter investieren. "Dafür erwarten wir verlässliche Rahmenbedingungen und klare Signale seitens der Politik", forderte die BDEW-Chefin. Deshalb müssten auch die bestehenden CO2-Flottengrenzwerte in der EU beibehalten und "durch eine systematischere Flankierung bei den Fahrzeugen auf der nationalen Ebene" ergänzt werden.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: