Pallade Veneta - Autozulieferer Continental will Stellen in seiner Contitech-Sparte streichen

Autozulieferer Continental will Stellen in seiner Contitech-Sparte streichen


Autozulieferer Continental will Stellen in seiner Contitech-Sparte streichen
Autozulieferer Continental will Stellen in seiner Contitech-Sparte streichen / Foto: Thomas Lohnes - AFP

Der Autozulieferer Continental will weltweit jährlich 150 Millionen Euro in der Sparte Contitech einsparen und dafür ab 2026 vor allem in Hannover Stellen streichen. Die Einsparungen sollen "insbesondere in den Verwaltungsstrukturen erzielt werden", erklärte das Unternehmen am Montag. "Dafür werden weitere Schritte in allen Teilen und Ebenen der Organisation wie die Verlagerung von Tätigkeiten, der Abbau von Stellen und die Anpassung von Abläufen ab 2026 umgesetzt."

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"Der volle Umfang" der Einsparungen soll den Angaben nach 2028 erreicht werden. Wie viele Stellen in diesem Zug gestrichen werden sollen, blieb zunächst unklar.

Die genaue Zahl der betroffenen Arbeitsplätze in Deutschland "hängen von der Ausgestaltung der Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern ab", erklärte Continental dazu. Der "Großteil der voraussichtlichen Veränderungen" entfalle aber jedenfalls auf die Contitech-Bereiche in Hannover. Es sei geplant, "einen Teil der betroffenen Tätigkeiten in Länder mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen zu verlagern".

Das Unternehmen begründete sein Vorhaben mit hohen Kosten. "Da sich die relevanten Märkte und Regionen weiterhin nicht wie erwartet erholen und die Kosten im Vergleich zu Wettbewerbern zu hoch sind, reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus", erklärte der Konzern.

Im April hatte der Autozulieferer bekanntgegeben, nach der Automotive-Sparte mit Elektronik, Bremsen oder Bildschirmen auch Contitech mit dem Industriegeschäft und Kunststoffprodukten abspalten zu wollen. "Die Anpassung der Kostenstruktur ist unabhängig vom geplanten Verkauf von Contitech notwendig", erklärte nun der Leiter des Contitech-Unternehmensbereichs, Philip Nelles.

"Continental präsentiert Kahlschläge mittlerweile nahezu im Monatstakt", kritisierte Francesco Grioli, Gewerkschafter der IGBCE und Mitglied im Continental-Aufsichtsrats. "Wir haben als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wiederholt auf die wirtschaftlichen Risiken des geplanten ContiTech-Verkaufs hingewiesen", ergänzte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Hasan Allak. "Jetzt zeigt sich, dass darüber hinaus unsere Warnungen vor einem weiteren massiven Stellenabbau bei ContiTech in Deutschland nur allzu berechtigt waren."

A.Saggese--PV

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