Pallade Veneta - Auf zehn Billionen Euro: Geldvermögen der Privathaushalte wächst 2025 deutlich

Auf zehn Billionen Euro: Geldvermögen der Privathaushalte wächst 2025 deutlich


Auf zehn Billionen Euro: Geldvermögen der Privathaushalte wächst 2025 deutlich
Auf zehn Billionen Euro: Geldvermögen der Privathaushalte wächst 2025 deutlich / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Das Geldvermögen der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ist im abgelaufenen Jahr deutlich gewachsen: Angetrieben von einer "hohen Sparleistung" der Haushalte sowie kräftigen Kursgewinnen an den Börsen legte das private Geldvermögen in Deutschland 2025 um gut sechs Prozent auf über zehn Billionen Euro zu, wie die DZ Bank am Freitag auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Damit sei der Vermögensaufbau zwar langsamer verlaufen als 2024 (plus 7,5 Prozent), aber dennoch "recht dynamisch" gewesen.

Textgröße ändern:

Wesentlich dazu beigetragen habe erneut die hohe Sparleistung der Haushalte, erklärte die DZ Bank. Auf die hohe Kante legten die Bürger demnach geschätzt 10,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens - weniger als im Vorjahr (11,2 Prozent), aber mehr als im langfristigen Vor-Corona-Durchschnitt (10,3 Prozent).

Ursächlich dafür sei "vor allem die aktuell immer noch hohe Unsicherheit", erklärte die DZ Bank und verwies auf den anhaltenden Ukraine-Krieg sowie die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, die den deutschen Export belaste. Zudem wirkten sich ein "aufgestauter Reformbedarf in Deutschland, Defizite bei der Infrastruktur oder eine lähmende Bürokratie" auf das wirtschaftliche Umfeld aus. Hinzu komme die Angst vor Arbeitsplatzverlust in wichtigen Bereichen der Industrie, die den Konsum dämpfte.

Auf der anderen Seite sei es im vergangenen Jahr vielen Haushalten schwerer gefallen, etwas zur Seite zu legen, führte die DZ Bank aus. So sei das verfügbare Einkommen 2025 langsamer gewachsen als in den durch hohe Tarifabschlüsse gekennzeichneten Vorjahren. Außerdem sei die Arbeitslosigkeit aufgrund der "schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" gestiegen.

Profitieren konnten im vergangenen Jahr hingegen vor allem diejenigen, die mit steigenden Aktienkursen Gewinne erzielten. 2025 sei das dritte Jahr in Folge mit "kräftigen Kurssteigerungen" gewesen, erläuterte die DZ Bank. Dies habe "zu deutlichen Wertzuwächsen bei Aktien, Aktien- und Mischfonds sowie entsprechenden Zertifikaten" geführt. So habe etwa der Dax am 30. Dezember 2025 bei rund 24.500 Punkten geschlossen - 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Mit voraussichtlich rund 290 Milliarden Euro hätten Kursgewinne "maßgeblich" zum Vermögensaufbau der Privathaushalte beigetragen, erklärte die DZ Bank. Demnach machten diese Gewinne 3,1 Prozentpunkte des gesamten Geldvermögenszuwachses von gut sechs Prozent im abgelaufenen Jahr aus.

Im Jahr 2026 dürften sich die Kurssteigerungen an den Börsen demnach fortsetzen: Zwar werde mit einem etwas schwächeren Anstieg des Kursniveaus an den Aktienmärkten gerechnet, aber tendenziell mit weiteren Steigerungen. Erwartet wir laut DZ Bank derzeit, dass das private Geldvermögen im neuen Jahr um knapp fünf Prozent weiter zulegt - auf dann 10,5 Billionen Euro.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Standort der neuen EU-Zollbehörde: Brüssel entscheidet sich für Lille

Die neue EU-Zollbehörde wird ihren Sitz in der nordfranzösischen Stadt Lille haben. Darauf einigten sich am Mittwoch in Brüssel Vertreter des EU-Parlaments und der EU-Länder. Lilles Bürgermeister Arnaud Deslandes begrüßte die Entscheidung und sprach von einem "Sieg" seiner Stadt.

Dieselpreis im Wochenvergleich um 12,6 Cent gestiegen

Der Preis für Diesel an deutschen Tankstellen ist im Wochenvergleich massiv angestiegen. Im bundesweiten Mittel kostete ein Liter zuletzt 2,288 Euro - 12,6 Cent mehr als in der Vorwoche, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Auch Benzin verteuerte sich demnach auf nun im Schnitt 2,074 Euro pro Liter. Der Anstieg fiel mit 3,2 Cent aber deutlich geringer aus.

Merz offen für höhere Pendlerpauschale - aber skeptisch bei Übergewinnsteuer

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich offen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale gezeigt, um Belastungen für Autofahrerinnen und Autofahrer infolge der hohen Spritpreise zu lindern. Allerdings würde eine solche Maßnahme "erst im nächsten Jahr mit den jeweiligen Steuererklärungen" wirken, sagte der Kanzler am Mittwoch in der Regierungsbefragung des Bundestags. Grundsätzlich gelte: "Wir können nicht jede Preisentwicklung durch steuerliche Maßnahmen oder durch Maßnahmen aus dem Bundeshaushalt heraus ausgleichen."

Berichte über US-Vorschlag an Iran für Kriegsende - Teheran dementiert erneut Gespräche

Über mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran herrscht weiter Unklarheit: Laut Medienberichten soll Washington der iranischen Regierung einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges unterbreitet haben - doch Teheran dementierte am Mittwoch erneut direkte oder indirekte Gespräche mit Washington. Unterdessen gingen die gegenseitigen Angriffe in der Region unvermindert weiter. Das iranische Militär feuerte dabei nach eigenen Angaben auch Raketen in Richtung eines US-Flugzeugträgers ab.

Textgröße ändern: