Pallade Veneta - Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel

Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel


Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel
Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel / Foto: SIMON WOHLFAHRT - AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump verärgert reagiert. "So läuft das nicht", sagte er in einem Interview mit dem Sender TF1 am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels in Evian. Trump hatte mit einem 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen.

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In Frankreich gilt seit 2019 eine Steuer von drei Prozent auf im Land generierte Umsätze von Digitalunternehmen. Die Abgabe betrifft vor allem die großen US-Konzerne Facebook, Amazon, Apple, Google und Microsoft.

Macron verwies in Evian auf das im Sommer 2025 erreichte Zollabkommen zwischen den USA und der EU. "Wir brauchen Stabilität", betonte der französische Präsident. Zölle seien für niemanden gut, fügte er hinzu, vor allem nicht zwischen G7-Staaten. Er kündigte ein "respektvolles, aber entschlossenes Gespräch" darüber mit Trump an.

Die USA sind der wichtigste Abnehmer französischer Weine und Spirituosen. Im vergangenen Jahr entfielen 21 Prozent der Ausfuhren der Branche auf die USA, wie der französische Verband der Wein- und Spirituosenexporte mitteilte. Derzeit unterliegen diese Exporte einem Zollsatz von 15 Prozent.

Im Januar hatte Trump bereits mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent auf französischen Wein gedroht. Hintergrund war damals Frankreichs Weigerung, Trumps "Friedensrat" für die Lösung internationaler Konflikte beizutreten.

Macron will Trump zum Abschluss des G7-Gipfels am Mittwoch zu einem Abendessen im Schloss von Versailles einladen. "Das ist kein Gala-Dinner, sondern um die 250-jährige Unabhängigkeit Amerikas zu feiern", sagte Macron. Dabei habe Frankreich auch eine Rolle gespielt, betonte er.

F.M.Ferrentino--PV

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