Pallade Veneta - Anschlag in Berlin: Generalbundesanwalt soll Übernahme der Ermittlungen prüfen

Anschlag in Berlin: Generalbundesanwalt soll Übernahme der Ermittlungen prüfen


Anschlag in Berlin: Generalbundesanwalt soll Übernahme der Ermittlungen prüfen
Anschlag in Berlin: Generalbundesanwalt soll Übernahme der Ermittlungen prüfen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Nach dem Anschlag auf das Stromnetz in Teilen der Bundeshauptstadt hat die Berliner Senatsverwaltung vom Generalbundesanwalt eine Prüfung der Übernahme der Ermittlungen gefordert. "Jetzt ist es wichtig, dass auch der Generalbundesanwalt die Übernahme des Verfahrens prüft", sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag vor Journalisten.

Textgröße ändern:

"Die Täter nehmen bewusst und wissentlich in Kauf, dass Menschen in Leib und Leben zu Schaden kommen", sagte Spranger. "Deshalb kann hier nicht lediglich von Linksextremismus gesprochen werden, vielmehr steht Linksterrorismus im Raum." Das dürfe sich die Gesellschaft nicht gefallen lassen.

Die Innensenatorin verurteilte erneut "diesen menschenverachtenden Anschlag, der bewusst und gezielt Menschenleben gefährdet" - und zwar in einem Gebiet von Berlin, wo viele ältere Menschen und vulnerable Gruppen lebten.

Grund für den großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins war nach bisherigen Ermittlungen ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal, der aller Wahrscheinlichkeit nach auf das Konto von Linksextremisten geht. Die Polizei stufte ein Bekennerschreiben einer Organisation namens Vulkangruppe als glaubwürdig ein. Diese hatte sich unter anderem auch im März 2024 zu einem Brandanschlag auf das Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide bekannt.

Ab Samstagfrüh waren zunächst insgesamt 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten im Südwesten Berlins von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) betraf dies rund hunderttausend Menschen. Laut Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) waren bis Montagmittag rund 14.500 Haushalte wieder am Netz.

Neben Polizei und Feuerwehr unterstützen auch zahlreiche Hilfsorganisationen bei der Versorgung der Betroffenen. Spranger zufolge sagte auch die Bundeswehr Amtshilfe zu und soll die Einsatzkräfte mit Logistik, Transport und dem Betrieb von Notstromaggregaten unterstützen. Auch die Bundespolizei sei seit Montag unterstützend im Einsatz.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Trump: Schiffe beginnen mit Durchfahrt der Straße von Hormus

Nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs beginnen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Schiffe mit der Durchfahrt der Straße von Hormus. "Schiffe, viele von ihnen beladen mit Öl, beginnen, aus der Straße von Hormus herauszufahren", schrieb Trump am Montag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die Tanker würden dabei die südliche Route wählen, die "absolut sicher" sei.

Kommission auf Zielgerade: Linke und Grüne warnen vor Schwächung gesetzlicher Rente

Anlässlich der voraussichtlich abschließenden Beratungen der Rentenkommission der Bundesregierung an diesem Montag haben Linkspartei und Grüne vor Abstrichen bei der gesetzlichen Rente gewarnt. "Wir wissen, dass das, was sich dort abzeichnet, hochgefährlich ist", warnte Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner in Berlin. "Den Versuchen, die gesetzliche Rente zu schwächen, erteilen wir eine Absage", sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch der Nachrichtenagentur AFP.

Erleichterung und Skepsis nach Einigung auf Rahmenabkommen für Ende von Iran-Krieg

Die Einigung auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs ist international auf Erleichterung, aber auch Skepsis gestoßen. UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte am Sonntag einen "entscheidenden Schritt hin zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts", forderte aber zugleich "verstärkte Bemühungen" für ein endgültiges Konfliktende. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mahnte an, "das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen". Viele wichtige Punkte - etwa die Zukunft des iranischen Atomprogramms - blieben offen.

Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump verärgert reagiert. "So läuft das nicht", sagte er in einem Interview mit dem Sender TF1 am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels in Evian. Trump hatte mit einem 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen.

Textgröße ändern: