Pallade Veneta - Tausende irische Landwirte demonstrieren gegen Mercosur-Handelsabkommen

Tausende irische Landwirte demonstrieren gegen Mercosur-Handelsabkommen


Tausende irische Landwirte demonstrieren gegen Mercosur-Handelsabkommen
Tausende irische Landwirte demonstrieren gegen Mercosur-Handelsabkommen / Foto: Gareth CHANEY - AFP

Nach der Einigung der EU auf das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten haben am Samstag mehrere tausend Landwirte gegen das Abkommen demonstriert. In Athlone im Zentrum von Irland versammelten sich Bauern mit ihren Traktoren. Daran waren Schilder mit der Aufschrift "Nein zu Mercosur" und "Unterstützung für die irische Landwirtschaft" befestigt.

Textgröße ändern:

Die 27 EU-Mitgliedstaaten der EU hatten sich am Freitag mehrheitlich auf das Freihandelsabkommen geeinigt - nach über 25 Jahren Verhandlungen. Unter anderem Frankreich und Irland stimmten dagegen. Das Abkommen soll nun am 17. Januar in Paraguay unterzeichnet werden.

Irische Landwirte lehnen das Abkommen mehrheitlich ab, weil sie die Einfuhr zusätzlicher 99.000 Tonnen von preiswertem Rindfleisch aus Südamerika fürchten. Der Vorsitzende des irischen Bauernverbands IFA, Francie Gorman, erklärte: "Wir erwarten, dass die irischen Europaabgeordneten sich hinter die Landwirtschaft stellen und das Mercosur-Abkommen ablehnen". Das EU-Parlament muss dem Handelsvertrag noch zustimmen.

Im Kern sieht das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay den Wegfall der meisten Zölle vor. Die Kommission verspricht sich davon eine Steigerung der EU-Exporte in die südamerikanischen Länder von bis zu 39 Prozent. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe nach Europa.

Trotz zahlreicher Zugeständnisse durch die EU-Kommission sehen viele Landwirte das Abkommen nach wie vor sehr kritisch. Sie fürchten die Konkurrenz durch günstigere südamerikanische Produkte, die möglicherweise nicht den europäischen Produktionsstandards entsprechen. Am Freitag hatten auch in Polen, Frankreich und Belgien Bauern gegen Mercosur demonstriert.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Preise für Wohnimmobilien steigen fünftes Quartal in Folge

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im vierten Quartal 2025 zum fünften Mal in Folge angestiegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lagen die Preise für Häuser und Wohnungen im Schnitt 3,0 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Für das Jahr 2025 ergab sich so ein durchschnittlicher Preisanstieg um 3,2 Prozent - der erste Anstieg im Gesamtjahr seit 2022.

Medien: US-Regierung legt Teheran Plan für Beendigung des Iran-Krieges vor

Die US-Regierung hat der iranischen Regierung Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten hatte, berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.

Nasa will Mondbasis bauen und stoppt Pläne für Raumstation mit ESA-Beteiligung

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa stoppt ihre Pläne für eine Mond-nahe Raumstation mit europäischer Beteiligung. Nasa-Chef Jared Isaacman erklärte am Dienstag im Nasa-Hauptquartier in Washington, die Behörde wolle das Projekt "Gateway in seiner derzeitigen Form pausieren". Daran ist unter anderem die europäische Raumfahrtagentur ESA beteiligt. Stattdessen will die Nasa für 20 Milliarden Dollar (gut 17 Milliarden Euro) eine Basis auf dem Mond bauen.

Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor

Neue Anlageformen, attraktivere Zulagen und die Aufnahme von Selbstständigen in den Kreis der Berechtigten: Ein neues steuerlich gefördertes Vorsorgemodell soll die bisherige Riester-Rente ersetzen. Die Koalitionsfraktionen stellten am Dienstag einen Gesetzentwurf zur privaten Altersvorsorge vor, der am Freitag im Bundestag beschlossen werden soll. Grüne und Verbraucherschützer begrüßten insbesondere das neue Standardprodukt, das Geringverdienern den Einstieg in die private Vorsorge erleichtern soll.

Textgröße ändern: