Pallade Veneta - Apple geht Partnerschaft mit Google für KI-Funktionen ein

Apple geht Partnerschaft mit Google für KI-Funktionen ein


Apple geht Partnerschaft mit Google für KI-Funktionen ein
Apple geht Partnerschaft mit Google für KI-Funktionen ein / Foto: Tobias SCHWARZ, Miguel MEDINA - AFP/Archiv

Apple lässt sich künftig von Google im Feld der Künstlichen Intelligenz (KI) unterstützen. Die beiden US-Tech-Riesen verkündeten am Montag eine mehrjährige Partnerschaft, bei der KI-Funktionen wie etwa beim Apple-Sprachassistenten Siri mit der Gemini-Technologie von Google ausgestattet werden. Nach "sorgfältiger Prüfung" habe Apple Googles KI-Technologie ausgewählt, da diese "die leistungsfähigste Grundlage" für die KI-Ambitionen des iPhone-Herstellers biete, erklärten die Konzerne.

Textgröße ändern:

Die Tech-Riesen machten keine Angaben zu den finanziellen Details der Zusammenarbeit. Nach Bekanntwerden stieg der Börsenwert von Google-Mutter Alphabet erstmals über die Schwelle von vier Billionen Dollar.

Eine solche Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen geschieht selten, da Apple und Google auf dem Smartphone-Markt seit langem Konkurrenten sind. Ihre jeweiligen Betriebssysteme iOS und Android dominieren den weltweiten Markt. Zudem bedeutet die Kooperationen eine Wende bei Apple, da der Konzern seine Kerntechnologien für gewöhnlich selbst entwickelt.

Allerdings pflegen die beiden Rivalen bereits in einem Bereich seit Jahren eine lukrative Partnerschaft: Google zahlt jährlich Milliarden an Dollar, um als Suchmaschine auf iPhones und anderen Apple-Geräten voreingestellt zu bleiben. Die Aufsichtsbehörden sehen das mit Argwohn: Das US-Justizministerium argumentierte in einem Kartellverfahren, dass dieses Geschäft Google dabei helfe, sein Monopol im Suchmaschinenbereich zu halten. Ein Richter entschied aber, dass die Übereinkunft so weitergehen dürfe.

Tesla-Chef Elon Musk, der auch ein KI-Unternehmen namens xAI besitzt, kritisierte die jüngste Zusammenarbeit zwischen Apple und Google als wettbewerbswidrig. Er sprach von einer "unangemessenen Machtkonzentration für Google, da das Unternehmen auch Android und Chrome besitzt". Apple hatte Berichten zufolge auch Partnerschaften mit den Unternehmen OpenAI, Anthropic und Perplexity erwogen.

Apple gilt als Nachzügler bei KI-Fähigkeiten in seinen Produkten. Den Geschäftszahlen des Tech-Riesens konnte diese Verzögerung aber bislang nichts anhaben.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Washington verlängert Handelsabkommen mit afrikanischen Ländern bis Ende des Jahres

Mehr als 30 Länder in Afrika profitieren wieder von zollfreiem Zugang zum US-Markt für viele ihrer Produkte - allerdings nur bis Jahresende. Die US-Regierung verlängerte das Handelsabkommen African Growth and Opportunity Act (Agoa) rückwirkend ab dem 30. September 2025 bis Ende 2026. Für die Zeit danach forderte der US-Handelsbeauftrage Jamieson Greer am Dienstag, ein Abkommen "für das 21. Jahrhundert muss unseren Handelspartnern mehr abverlangen und US-Unternehmen, Landwirten und Viehzüchtern besseren Marktzugang verschaffen."

Telekom nimmt KI-Rechenzentrum in München in Betrieb

Die Deutsche Telekom hat ein für die Anforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI) deutlich ausgebautes Rechenzentrum in München in Betrieb genommen. "Mit dem Aufbau der KI-Fabrik im Münchner Tucherpark entsteht ein neuer KI-Hub für Deutschland", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Erste Firmen, etwa der Roboterhersteller Agile Robots oder PhysicsX, das nach eigenen Angaben KI-Lösungen für die Industrie entwickelt, nutzen die Rechenkapazitäten demnach schon.

Bundesamt bremst Integrationskurse für Migranten aus

Bestimmte Migranten in Deutschland können derzeit nur sehr eingeschränkt Integrationskurse belegen, weil Anträge auf Zulassung zu diesen Kursen auf Eis liegen. Es finden jedoch weiterhin Integrationskurse statt, wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch auf AFP-Anfrage mitteilte. Bei Kursträgern stößt der Zulassungsstopp durch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) auf scharfe Kritik.

Merz zu Besuch in den Golfstaaten aufgebrochen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist zu seiner Reise in die Golfstaaten aufgebrochen. Am frühen Mittwochnachmittag flog er von Berlin in Richtung Riad ab, begleitet wurde er von einer großen Wirtschaftsdelegation. In Saudi-Arabien sollte er am Abend von Kronprinz Mohammed bin Salman empfangen werden. Nach Angaben aus Berliner Regierungskreisen sollen eine Reihe wirtschaftlicher Vereinbarungen getroffen werden.

Textgröße ändern: