Pallade Veneta - Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik

Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik


Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik
Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin für andere Agrarpolitik / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

In Berlin haben am Samstag mehrere tausend Menschen für eine andere Landwirtschaft demonstriert. An der "Wir haben es satt"-Großdemonstration nahmen nach Polizeiangaben rund 2800 Menschen teil. Das veranstaltende Bündnis sprach von 8000 Teilnehmenden. Die Kundgebung stand unter dem Motto "Haltung zeigen - für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit." Gefordert wurden unter anderem faire Erzeugerpreise, eine artgerechte Tierhaltung und Klimagerechtigkeit.

Textgröße ändern:

"Wir zeigen Haltung – ob als Landwirtin, die im Stall und auf dem Acker anpackt, oder als Verbraucher, der gesunde und nachhaltig erzeugte Lebensmittel wertschätzt", erklärte der Sprecher des "Wir haben es satt"-Bündnisses, Jan Greve. Kritik übte er an der Politik der schwarz-roten Bundesregierung: Diese mache "eine Agrarpolitik von vorgestern und gefährdet unsere Zukunft", bemängelte Greve. "Wie erinnern sie an ihre Verantwortung."

Die Initiatoren kritisierten auch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten. Das Abkommen bedeute "Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung in den Ländern des Globalen Süden". EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollte das Abkommen zusammen mit anderen südamerikanischen Staatschefs am Samstag in Paraguay unterzeichnen.

Die Großdemonstration startete am Mittag mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor. Anschließend ging es durch das Berliner Regierungsviertel und wieder zurück zum Brandenburger Tor, zu einer Abschlusskundgebung. Anlass für die Demonstration war auch die Landwirtschafts- und Ernährungsmesse Grüne Woche, die noch bis Ende Januar in Berlin stattfindet.

Es ist bereits die 16. derartige Demonstration des Bündnisses in Berlin, dem nach eigenen Angaben rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft angehören. Im vergangenen Jahr waren dem Aufruf den Organisatoren zufolge rund 9000 Teilnehmende gefolgt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Kleiner Fahrplanwechsel der DB am Sonntag - Strecke Berlin-Hamburg im Fokus

Die Deutsche Bahn öffnet am Sonntag im Zuge des kleinen Fahrplanwechsels wieder die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Bis voraussichtlich Ende des Monats fahren die Züge dort allerdings noch streckenweise mit reduzierter Geschwindigkeit, wie die DB am Samstag mitteilte. Die angepassten Zeiten sind demnach ab Sonntag einsehbar. Die Wiedereröffnung der Strecke bringt auch Verbesserungen für eine Reihe weiterer Verbindungen, etwa nach Sylt und zwischen Prag und Kopenhagen.

Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen

Die kubanische Regierung hat unter enormem Druck aus Washington erneut Schritte zur Liberalisierung der Wirtschaft des Landes unternommen. Weitere Wirtschaftssektoren würden für Privatunternehmen geöffnet und das Genehmigungsverfahren für neue Unternehmen gestrafft werden, teilte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Freitag in einer Fernsehansprache mit. Diese Reformen würden "bald diskutiert und sehr zügig verabschiedet werden".

Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba

Ein kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen hat die seit Monaten unter einer US-Energieblockade leidende Karibikinsel Kuba erreicht. Die "ACR Caribe" der kolumbianischen Streitkräfte traf am Freitagmorgen im Hafen von Havanna ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Der kolumbianischen Regierung zufolge hat das Marineschiff rund hundert Tonnen Lebensmittel, Medikamente, Krankenhausbedarf und Solarpanele transportiert.

SpaceX-Aktie nach Börsenstart auf Höhenflug - Musk erster Billionär der Welt

Der US-Raumfahrtkonzern SpaceX ist zu seinem Börsenstart auf Höhenflug gegangen: Kurz nach Handelsbeginn am Freitag legte der Wert der SpaceX-Aktie in New York um rund 23 Prozent auf 166 Dollar (rund 144 Euro) zu. Musk ist damit auf Kurs zum größten Aktiendebüt der Geschichte.

Textgröße ändern: