Pallade Veneta - Streit um Grönland: Europäer warnen vor "Eskalation" und betonen Souveränität

Streit um Grönland: Europäer warnen vor "Eskalation" und betonen Souveränität


Streit um Grönland: Europäer warnen vor "Eskalation" und betonen Souveränität
Streit um Grönland: Europäer warnen vor "Eskalation" und betonen Souveränität / Foto: Alessandro RAMPAZZO - AFP/Archiv

Deutschland und sieben weitere betroffene Länder haben die von US-Präsident Donald Trump wegen des Streits um Grönland angekündigten Sonderzölle scharf kritisiert und ihre Geschlossenheit betont. "Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation", erklärten Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien am Sonntag in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Wir werden weiterhin geeint und koordiniert reagieren. Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren."

Textgröße ändern:

Als Nato-Verbündete seien sie "der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet", betonten die acht Länder in ihrer Erklärung. "Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse." Die von Dänemark koordinierte Erkundungsmission in Grönland, an der sich auch die Bundeswehr beteiligte, stelle "für niemanden eine Bedrohung dar".

"Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands", betonten die acht europäischen Länder. Sie seien bereit, in einen Dialog einzutreten, "auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität".

Trump hatte am Samstag Strafzölle gegen die acht europäischen Länder angekündigt. Ab dem 1. Februar sollen zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent für Waren aus diesen Ländern gelten, ab 1. Juni Zölle von 25 Prozent. Die Aufschläge sollen laut Trump bestehen bleiben, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt ist.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Dabei schloss der US-Präsident militärische Gewalt nicht aus. Da Dänemark wie die USA der Nato angehört, droht der Konflikt um Grönland auch die Nato zu spalten.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Entscheidung über Schadenersatzklage nach Germanwings-Absturz

Mehr als elf Jahre nach der Germanwings-Katastrophe entscheidet das Landgericht Braunschweig am Dienstag (11.00 Uhr) über eine Schadenersatzklage von 30 Hinterbliebenen gegen den deutschen Staat. Die Kläger werfen dem in der niedersächsischen Stadt ansässigen Luftfahrtbundesamt vor, dass nicht genügend überwacht worden sei, ob der Kopilot flugtauglich sei. Der Staat habe somit seine Amtspflichten verletzt. Sie fordern Schadenersatz zwischen 500 und 110.000 Euro.

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Textgröße ändern: