Pallade Veneta - Deutsche Filme bescheren Kinos Umsatzplus

Deutsche Filme bescheren Kinos Umsatzplus


Deutsche Filme bescheren Kinos Umsatzplus
Deutsche Filme bescheren Kinos Umsatzplus / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Die Kinos in Deutschland haben ihre Umsätze im vergangenen Jahr gesteigert - vor allem dank deutscher Filme. Wie die Filmförderungsanstalt (FFA) am Mittwoch in Berlin mitteilte, wurden 2025 insgesamt 91,9 Millionen Tickets verkauft, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen noch deutlich größeren Anstieg gab es bei heimischen Produktionen: Deutsche Filme legten um mehr als ein Drittel (plus 37,2 Prozent) auf 24,3 Millionen Tickets zu.

Textgröße ändern:

"Deutsche Filme hatten 2025 einen Marktanteil von 27,4 Prozent - der höchste Wert in den letzten fünf Jahren", erklärte FFA-Vorstand Peter Dinges. "Einen großen Anteil daran hatte natürlich 'Das Kanu des Manitu', mit dem erstmals seit 2017 wieder eine heimische Produktion an der Spitze der Kinocharts gestanden hat." Mit 'Die Schule der magischen Tiere 4' schaffte es demnach ein weiterer hiesiger Titel in die Top Ten.

Besonders im zweiten Halbjahr habe sich der deutsche Film "unglaublich vielfältig" gezeigt: "Fortsetzungen, Komödien, Familienfilme, BookTok-Verfilmungen und anspruchsvolle Arthouse- und Festivalerfolge haben ein breites Publikum gefunden - und 2025 zu dem Jahr gemacht, in dem deutsche Filme die Kinobilanz gerettet haben", erklärte Dinges.

Nach FFA-Angaben stieg der Umsatz der Kinos 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent auf 924 Millionen Euro. Der Kinobestand blieb stabil: Die Zahl der Standorte stieg um 0,5 Prozent auf 947, die der Kinos um 0,9 Prozent auf 1651 und die der Leinwände um 0,7 Prozent auf 4757.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Bundesregierung treibt Barrierefreiheit voran - aber Kritik für geplantes Gesetz

Die Bundesregierung will die Barrierefreiheit in Deutschland vorantreiben - erntet aber für ein geplantes Gesetz viel Kritik. Es geht um die Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes: Einen Entwurf dazu beschloss das Kabinett am Mittwoch. Die Koalition plant diesem zufolge verpflichtende Auflagen für die Verwaltung, setzt im privaten Bereich allerdings auf "Eigenverantwortung", was Sozialverbände scharf kritisieren.

Kabinettsbeschluss: Netzagentur wird zentrale Anlaufstelle für den Bereich KI

Die Bundesnetzagentur soll künftig die zentrale Anlaufstelle und Aufsichtsbehörde für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) werden. Das Kabinett beschloss am Mittwoch ein Gesetz zur Umsetzung einer EU-Verordnung, die nationale Zuständigkeiten und Aufsichtsstrukturen für KI und Vorgaben aus der EU fordert. Laut Gesetzentwurf ist die Bundesnetzagentur in Bonn dafür als "zentrales Koordinierungs- und Kompetenzzentrum, Marktüberwachungsbehörde und notifizierende Behörde vorgesehen".

Vergewaltigungsprozess von Avignon: Gisèle Pelicot erzählt in Memoiren ihre Geschichte

Sie wollte kein Opfer sein, und sie beeindruckte durch ihr entschlossenes Auftreten Menschen auf der ganzen Welt: Die Französin Gisèle Pelicot beschreibt in ihren Memoiren den Moment, in dem sie sich entschloss, eine öffentliche Gerichtsverhandlung gegen ihre 51 mutmaßlichen Vergewaltiger zu fordern. "Die geschlossene Tür des Gerichtssaals, die mich eigentlich vor Blicken und vor der Presse schützen sollte, machte mir zunehmend Sorgen", schreibt sie laut einem Auszug, den die Zeitung "Le Monde" am Dienstagabend veröffentlichte.

"Weiter so" keine Option: Chefin der Welthandelsorganisation fordert Reform

Die internationale Zusammenarbeit in Handelsfragen steht nach Einschätzung von WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala derzeit an einem Wendepunkt - und mit ihr auch die Welthandelsorganisation (WTO) selbst. Die WTO müsse dringend reformiert werden, mahnte Okonjo-Iweala am Mittwoch in Genf. Sie glaube nicht, "dass der Status quo eine Option ist".

Textgröße ändern: