Pallade Veneta - Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern

Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern


Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern
Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern / Foto: Benjamin BOULY RAMES - AFP/Archiv

In Frankreich sollen Landwirte und andere Tierhalter künftig leichter als bisher Wölfe abschießen können. "Egal ob die Herde gesichert ist oder nicht, Landwirte werden das Recht zum Verteidigungsschuss haben", sagte Landwirtschaftsministerin Annie Genevard am Montag bei einem Besuch im nordostfranzösischen Département Haute-Marne. Es ist besonders stark von Wolfsangriffen betroffen.

Textgröße ändern:

Künftig sollen Landwirte auch Wölfe abschießen dürfen, die ungesicherte Herden angreifen. Bislang ist dies nur Landwirten erlaubt, die ihre Herde bereits durch Zäune und andere Sicherheitsmaßnahmen geschützt hatten. "Angesichts so vieler Angriffe kann es nicht weitergehen wie bisher", sagte Umweltminister Mathieu Lefèvre.

Auch spezialisierte Einsatzkräfte sollen künftig Wölfe abschießen können. Die neuen Regeln sollen in Kürze per Dekret in Kraft gesetzt werden.

Wölfe haben sich in Frankreich in den vergangenen zehn Jahren immer weiter ausgebreitet. Inzwischen gibt es die Raubtiere in mehr als der Hälfte der französischen Départements. Im Département Haute-Marne wurden nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr etwa 800 Nutztiere durch Wölfe getötet, im gesamten Land waren es rund 12.000.

So wie in Deutschland war der Wolf in Frankreich zwischenzeitlich komplett ausgerottet. Anfang der 90er Jahre kamen die ersten Tiere aus Italien über die Alpen zurück und breiteten sich seitdem immer weiter aus.

P.Colombo--PV

Empfohlen

EU und Australien schließen Handelsabkommen

Die EU und Australien haben nach jahrelangen Verhandlungen ein Handelsabkommen geschlossen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der australische Regierungschef Anthony Albanese unterzeichneten am Dienstag in Canberra das Abkommen, mit dem sich die EU den Zugang zu wichtigen Rohstoffen sichern will. Es soll Zölle auf beiden Seiten abschaffen und den Handel mit Dienstleistungen sowie gegenseitige Investitionen erleichtern.

Zwei Tote und dutzende Verletzte bei Flugzeugunglück in New York

Bei einem Flugzeugunglück am New Yorker Flughafen LaGuardia sind zwei Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Ein Flugzeug der Gesellschaft Air Canada rammte auf der Landebahn ein Feuerwehrfahrzeug, die beiden Piloten kamen dabei ums Leben. Der zwischenzeitlich gesperrte Airport nahm seinen Betrieb am Montag wieder auf.

Trump-Regierung setzt ICE-Mitarbeiter an Flughäfen ein

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat bewaffnete Einsatzkräfte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE an Flughäfen eingesetzt. Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan sagte am Montag dem Sender CNN, ICE-Mitarbeiter seien zunächst an 14 Flughäfen entsandt worden. "Es werden noch mehr", fügte er hinzu. Nach Trumps Worten könnte auch die Nationalgarde an Airports stationiert werden.

IEA-Chef warnt vor schwerer Energie-Krise - Ölpreis höchst volatil

Der Krieg in Nahost sorgt weiterhin für hohe Unsicherheit an den Märkten. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnte am Montag vor der womöglich schwersten Energie-Krise seit Jahrzehnten. Die Energiepreise und Börsenkurse blieben volatil: Nach einem weiteren starken Anstieg sackte der Ölpreis infolge einer Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump zu angedrohten Angriffen auf iranische Kraftwerke wieder massiv ab, die Börsen reagierten mit Kursgewinnen.

Textgröße ändern: