Pallade Veneta - Versicherer fordern strengere Vorgaben für Transport von Batterien und E-Autos

Versicherer fordern strengere Vorgaben für Transport von Batterien und E-Autos


Versicherer fordern strengere Vorgaben für Transport von Batterien und E-Autos
Versicherer fordern strengere Vorgaben für Transport von Batterien und E-Autos / Foto: Jan Spoelstra - ANP/AFP

Die deutschen Versicherer fordern strengere Sicherheitsregeln für Transport und Lagerung von Lithium-Batterien und Elektroautos. Lithium-Batterien hätten sich im weltweiten Güterverkehr zur "Brandursache Nummer eins auf Containerschiffen" entwickelt, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag. Auch in großen Logistikzentren an Land stiegen "mit den rasant wachsenden Mengen" die Brandrisiken.

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Das größte Risiko sei der sogenannte Thermal Runaway – eine Kettenreaktion in der Batterie, die Brände explosionsartig verstärken kann, erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Gerate eine Batterie in einen solchen Zustand, sei der Brand kaum zu löschen und könne noch Tage später wieder aufflammen. Zudem würden giftige und explosive Gase freigesetzt.

Der GDV fordert daher vor allem eine eigene Gefahrgutklasse für Lithium-Batterien. Dies würde "klarere Kennzeichnungen, bessere Informationen für Feuerwehr und Schiffsbesatzungen sowie passgenaue Regeln für Transport und Lagerung ermöglichen", erklärte der Verband. "Es geht nicht um Panikmache, sondern um Vorsorge", betonte Asmussen.

Zudem dürften Container mit Lithium-Batterien oder batteriegetriebenen Fahrzeugen beim Seetransport nicht dicht nebeneinander stehen und nicht in der Nähe von Maschinenräumen oder auf den obersten Deckstellplätzen des Schiffs gelagert werden. Wo starke Hitze nicht ausgeschlossen werden kann, sollte die Temperatur der Ladung überwacht und diese gegebenenfalls gekühlt werden.

In Umschlagszentren, Distributionslagern oder auf Freiflächen müsse es für große Mengen Batterien oder E-Autos klar abgegrenzte Lagerbereiche, bauliche Trennungen und ausreichend Abstand zwischen Containern und Fahrzeugen geben, forderte der GDV weiter. "Batterien gehören nicht einfach irgendwo ins Regal oder auf den Hof", erklärte Asmussen.

Lithium-Batterien stecken auch in Smartphones, Spielzeugen oder Speichern. Der GDV betonte, ein hohes Sicherheitsniveau entlang der gesamten Transportkette sei "zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche und gesellschaftlich akzeptierte Elektromobilität".

F.Abruzzese--PV

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