Pallade Veneta - Koalition verstärkt Kampf gegen organisierte Kriminalität: Einzug von Vermögen

Koalition verstärkt Kampf gegen organisierte Kriminalität: Einzug von Vermögen


Koalition verstärkt Kampf gegen organisierte Kriminalität: Einzug von Vermögen
Koalition verstärkt Kampf gegen organisierte Kriminalität: Einzug von Vermögen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Mit einem neuen Aktionsplan will die Bundesregierung schärfer gegen die Organisierte Kriminalität vorgehen. Die geplanten Maßnahmen richteten sich gegen Finanzkriminalität, Geldwäsche, Rauschgiftkriminalität und die damit verbundenen Strukturen, teilten die Ministerien für Finanzen, Inneres und Justiz am Mittwoch gemeinsam mit. "Unser Aktionsplan ist eine klare Ansage: Der Rechtsstaat verschärft die Gangart", erklärte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Die Täter sollten "an der empfindlichsten Stelle getroffen werden: beim Geld".

Textgröße ändern:

Die Bundesregierung will dafür das Einziehen und Sicherstellen von Vermögenswerten erleichtern. Unter anderem geht es darum, etwa Immobilien, Luxusautos oder Bargeld sicherzustellen, sobald entsprechende Ermittlungen aufgenommen werden. Dies soll erfolgen können, wenn die legale Herkunft der Vermögenswerte nicht nachgewiesen werden kann.

"Wenn plötzlich Millionen auftauchen und niemand erklären kann, wo sie herkommen, dann muss der Staat handeln", erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). "Wir schauen ganz genau hin, sichern, überprüfen und ziehen illegal verdientes Geld am Ende konsequent ein." Dafür solle das Bundeskriminalamt "mit mehr Personal, mehr Befugnissen und mehr Durchsetzungskraft" gestärkt werden.

Zur Umsetzung des Plan will die Bundesregierung rasch gesetzliche Maßnahmen verabschieden. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) wies auf die tiefgreifenden Schäden hin, die von der Organisierten Kriminalität ausgehen: Diese bedrohe nicht nur die Sicherheit, "sie untergräbt auch das Vertrauen in unseren Rechtsstaat", erklärte Hubig.

Der Aktionsplan listet eine ganze Reihe von Maßnahmen auf. Der Informationsaustauschs der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden soll verbessert werden, ebenso die Analysebefugnisse - etwa für eine automatisierte Datenanalyse und einen biometrischen Internetabgleich.

Die Ermittlungen zur Geldwäsche sollen gestärkt werden, durch die Schaffung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums von Bundeskriminalamt und Zoll sowie eines Ermittlungszentrums zur Geldwäsche beim Zoll. Auch für die Verfolgung von Rauschgiftkriminalität soll ein gemeinsame Kompetenzzentrum geschaffen werden.

Mit dem Aktionsplan setzen die Ministerien eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD um.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Börsengang von Musks Raumfahrtkonzern SpaceX erwartet

US-Tech-Milliardär Elon Musk will am Freitag mit seinem Raumfahrtkonzern SpaceX an die Börse gehen. Nach Eröffnung der New Yorker Technologiebörse Nasdaq (ab 9.30 Uhr, 15.30 Uhr MESZ) wird das Aktiendebüt von SpaceX erwartet. SpaceX will damit bis zu 86 Milliarden Dollar (rund 74 Milliarden Euro) einsammeln - das wäre mit Abstand der bisher größte Börsengang der Welt.

IG Metall demonstriert in Berlin für die Zukunft der Stahlindustrie

Rund tausend Menschen wollen am Freitag in Berlin für die Zukunft der deutschen Stahlindustrie demonstrieren. Die IG Metall hat zur Demonstration und Kundgebung vor dem Bundeswirtschaftsministerium unter dem Motto "Stahl hat Zukunft - bei uns" aufgerufen. Der Demonstrationszug soll gegen 10.00 Uhr am Brandenburger Tor starten.

Rekord-Börsengang: SpaceX könnte noch mehr einnehmen als erwartet

Der US-Raumfahrtkonzern SpaceX könnte bei seinem Rekord-Börsengang am Freitag noch mehr Geld einsammeln als ohnehin schon erwartet: Wegen der riesigen Nachfrage will das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk mehr Aktien ausgeben als ursprünglich geplant und einen Rekordwert von bis zu 86 Milliarden Dollar (74 Milliarden Euro) erzielen, wie die Börsenaufsicht SEC am Donnerstag mitteilte. Das wäre mit Abstand der größte Börsengang der Geschichte.

G7-Vertreter beraten mit China über Abbau von Ungleichheiten

Wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Evian haben Vertreter der Teilnehmerstaaten mit China über den Abbau wirtschaftlicher Ungleichheiten beraten. "Wir sind gemeinsam zur Überzeugung gekommen, dass diese Ungleichheiten gefährlich sind", hieß es am Donnerstag im französischen Präsidialamt. Das gemeinsame Ziel sei ein "nachhaltiges, geteiltes Wachstum, das allen zugute kommt", betonte der Elysée am Donnerstag nach einer Videokonferenz, an der neben anderen der chinesische Vize-Ministerpräsident Zhang Guoqing und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teilnahmen.

Textgröße ändern: