Pallade Veneta - Bundestag stimmt für Tankrabatt ab 1. Mai

Bundestag stimmt für Tankrabatt ab 1. Mai


Bundestag stimmt für Tankrabatt ab 1. Mai
Bundestag stimmt für Tankrabatt ab 1. Mai / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Bundestag hat den von der Bundesregierung geplanten Tankrabatt abgesegnet. Die Abgeordneten stimmten am Freitag für die Senkung der Mineralölsteuer, mit der Spritpreise für zwei Monate um 17 Cent pro Liter günstiger werden sollen. Die Steuersenkung soll bereits ab dem 1. Mai gelten, deshalb sollte der Bundesrat bereits im Anschluss in einer Sondersitzung darüber beraten.

Textgröße ändern:

CDU-Finanzexperte Fritz Güntzler sagte im Bundestag, die Senkung entspreche "ungefähr zehn Euro bei einer Tankfüllung". Dies sei also "auch schon eine gewaltige Entlastung".

Die Opposition kritisierte den Tankrabatt bei der Debatte erneut scharf. "Dieses Gesetz ist einfach Wahnsinn", sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch im Bundestag. Kerosin sei knapp, die Benzin- und Dieselpreise in die Höhe geschossen "und in dieser Situation in dieser schwierigen Lage bringen Sie hier ein Gesetz ein, mit dem Sie den Verbrauch von fossilen Brennstoffen auch noch befeuern".

Der AfD-Abgeordnete Kay Gottschalk erklärte vor der Abstimmung: "Wir werden diesem Gesetz schweren Herzens, aber wir werden ihm zustimmen." Es handele sich bei der Entlastung nur um einen "Tropfen auf den heißen Stein", der pünktlich zur Ferienzeit auslaufe. Doris Achelwilm von der Linken kritisierte, dass die Energiesteuersenkung "teils bei den Unternehmen landen" dürfte.

Davor warnte am Freitag auch die Vorständin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Ramona Pop. "Der Tankrabatt darf nicht bei den Mineralölkonzernen versickern. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Milliardenhilfe vollständig an Verbraucherinnen und Verbrauchern weitergegeben wird", erklärte sie. Direktzahlungen seien die bessere und gezielter wirkende Lösung.

Auch sprach sich der Bundestag am Freitag für eine weitere Entlastungsmaßnahme von den seit Beginn des Irankriegs gestiegenen Energiepreisen aus: Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Prämie von 1000 Euro zu zahlen. Über die Prämie sollen die Länder im Bundesrat erst im Mai beraten.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

"Christliches Abendland" als Kampfbegriff: Bischöfe kritisieren Instrumentalisierung

Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Instrumentalisierung christlichen Glaubens für eine Politik der Ausgrenzung kritisiert. Es werde wieder zunehmend von einem "christlichen Abendland" im Sinne eines religiös oder kulturell homogenen "Einheitseuropa" geredet, erklärte das gemeinsame Leitungsgremium der katholischen Bischöfe am Freitag in Bonn. Dies greife "theologisch und historisch zu kurz".

Sorge in Berliner Politik über Ausmaß von Signal-Hack wächst

Im Berliner Politikbetrieb wächst die Sorge über das Ausmaß der Angriffe auf Nutzer des Messengerdienstes Signal: Nach der SPD-Fraktion bestätigte am Freitag auch die Linke im Bundestag mehrere Fälle. Der stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, Konstantin von Notz (Grüne), ging von weiter steigenden Zahlen in den kommenden Tagen aus und sah die Datensicherheit im Politikbetrieb in Gefahr.

Russische Zentralbank senkt Leitzins wegen schwächelnder Wirtschaft weiter

Die russische Zentralbank hat wegen der anhaltenden Schwäche der Wirtschaft des Landes den Leitzins ein weiteres Mal um 0,5 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent gesenkt. In einer Erklärung verwies die Notenbank am Freitag auf eine allgemeine Abschwächung des Wachstums und warnte vor "erheblicher Unsicherheit hinsichtlich des außenwirtschaftlichen Umfelds". Auch die Haushaltspläne der Regierung tragen demnach zu dieser Unsicherheit bei.

Ryanair reduziert Flüge von und nach Berlin im Winterflugplan um die Hälfte

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair reduziert ihre Flüge von und nach Berlin im Winterflugplan ab Ende Oktober um die Hälfte. Ryanair begründete dies am Freitag mit den hohen Gebühren am Flughafen Berlin, die ab 2027 erneut um zehn Prozent angehoben würden. Die Abgabenlast sei seit der Corona-Pandemie bereits um die Hälfte gestiegen. Ryanair kritisierte die Luftverkehrspolitik der Bundesregierung insgesamt scharf - sie gehe zu Lasten der Verbraucher.

Textgröße ändern: