Pallade Veneta - Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an

Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an


Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an
Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an / Foto: Geoffroy Van der Hasselt - AFP/Archiv

Nach dem Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS strebt die Bundesregierung eine europäische Nachfolgelösung an. Vizeregierungssprecher Steffen Mayer betonte am Mittwoch in Berlin, "dass wir ein Interesse an europäischen Lösungen haben". Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht: "Wir werden jetzt intern in der Regierung, aber auch mit unseren Partnern in Frankreich, auch im europäischen Kontext und sicherlich auch mit der Industrie beraten, welchen Weg wir hier weiter einschlagen."

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Die Kampfjet-Frage habe für die Bundesregierung eine "hohe Priorität", und sie sei optimistisch, dass eine gute Lösung gefunden werde, sagte Mayer. Er fügte hinzu: "Wenn eine Tür zugeht, dann gehen häufig auch andere Türen dann auf."

Den Vorstoß von acht Rüstungsunternehmen um den Hersteller Airbus zur Entwicklung eines neuen Kampfjets wollte der stellvertretende Regierungssprecher noch nicht bewerten. "Wir haben das natürlich zur Kenntnis genommen", sagte er. "Ich würde das hier jetzt im Detail nicht weiter kommentieren." Nicht festlegen wollte sich Mayer in der Frage, ob Deutschland in einem künftigen Kampfjet-Konsortium eine führende Rolle für sich beanspruche.

Auch das Bundesverteidigungsministerium zeigte sich offen für eine europäische Entwicklung. "Eine europäische Lösung ist eine der Optionen", sagte ein Sprecher. Dabei müsse die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie "ein wichtiger Pfeiler" sein. Hier gehe es auch um "Souveränität" in der Rüstung und darum, "dass wir Hochtechnologie auch in Deutschland halten wollen".

Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS soll am Donnerstag in Berlin eine Vereinbarung über eine Allianz aus acht Rüstungsunternehmen unterzeichnet werden, die gemeinsam einen europäischen Kampfjet entwickeln wollen. Das teilte der federführende Airbus-Konzern am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Das Bündnis "Team Gen 6" hat ein entsprechendes Positionspapier bereits beim Bundesverteidigungsministerium eingereicht.

Die Firmenallianz ist ein Zusammenschluss von Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines sowie Rohde und Schwarz. Das Projekt soll den Namen "Next Generation Weapon System" (NGWS) tragen.

N.Tartaglione--PV

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