Pallade Veneta - Schwache Frühjahrsbelebung: Zahl der Arbeitslosen weiter über Drei-Millionen-Schwelle

Schwache Frühjahrsbelebung: Zahl der Arbeitslosen weiter über Drei-Millionen-Schwelle


Schwache Frühjahrsbelebung: Zahl der Arbeitslosen weiter über Drei-Millionen-Schwelle
Schwache Frühjahrsbelebung: Zahl der Arbeitslosen weiter über Drei-Millionen-Schwelle / Foto: CHRISTOF STACHE - AFP

Die Zahl der Arbeitslosen ist im April gesunken - allerdings nur leicht: Sie nahm nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Vergleich zum März um 13.000 auf 3,008 Millionen ab und lag damit weiter oberhalb der Drei-Millionen-Schwelle. Die Frühjahrsbelebung sei "schwach" ausgefallen, erklärte BA-Chefin Andrea Nahles.

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Wie die Bundesagentur am Donnerstag in Nürnberg ausführte, nahm die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum April 2025 um 77.000 zu. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat März 2026 unverändert bei 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legte sie um 0,1 Prozentpunkte zu.

Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzt üblicherweise im März ein. In diesem Jahr blieb sie angesichts der schwachen Konjunktur laut BA ohne Schwung. Eine Trendumkehr sei "noch nicht in Sicht", erklärte BA-Chefin Andrea Nahles am Donnerstag.

Die Arbeitskräftenachfrage stabilisierte sich der Bundesagentur zufolge im April "auf niedrigem Niveau". Demnach waren 641.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5000 weniger als ein Jahr zuvor.

"Das globale Umfeld aus Kriegen und Krisen belastet unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt", erklärte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Die Bundesregierung halte jedoch "entschlossen dagegen", fügte sie hinzu und nannte in diesem Zusammenhang "Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung" sowie Maßnahmen der Koalition gegen hohe Energiekosten und für Entbürokratisierung und Sozialstaatsreformen sowie eine erleichterte Fachkräfteeinwanderung.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte, dass die Arbeitsmarktpolitik "vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten" stehe. Dabei müsse die Bundesregierung Prioritäten setzen, forderte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. "Sozialabbau schafft keinen einzigen Job", erklärte sie. Nötig seien "klare und mutige Entscheidungen für soziale Sicherheit und einen aktiven Kurs in der Transformation".

P.Colombo--PV

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