Pallade Veneta - Frankreich warnt vor vorzeitiger Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran

Frankreich warnt vor vorzeitiger Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran


Frankreich warnt vor vorzeitiger Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran
Frankreich warnt vor vorzeitiger Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran / Foto: Alain JOCARD - AFP/Archiv

Frankreich hat vor einer vorzeitigen Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran gewarnt. "Es ist völlig ausgeschlossen, dass auch nur die geringste Sanktion aufgehoben werden kann, solange die Straße von Hormus blockiert ist", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Sender RTL. Er bekräftigte, dass die freie Durchfahrt durch die für den Welthandel immens wichtige Meerenge "Gemeingut der Menschheit" sei. "Sie darf unter keinen Umständen blockiert werden, es darf keine Maut erhoben werden, und die freie Durchfahrt darf nicht als Druckmittel eingesetzt werden", betonte er.

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Im Nahen Osten und in der Golfregion sei keine dauerhafte Friedenslösung möglich, so lange die iranische Führung nicht zu weitreichenden Zugeständnissen und einem radikalen Kurswechsel bereit sei, sagte Barrot.

Unterdessen wies der Iran seine Beteiligung an einem Angriff auf ein südkoreanisches Schiff in der Straße von Hormus zurück. Zugleich betonte die iranische Botschaft in Südkorea, eine sichere Passage durch die Meerenge setze "die vollständige Einhaltung der geltenden Vorschriften voraus". Jede Missachtung könne zu "unbeabsichtigten Zwischenfällen" führen.

Am Montag hatte es auf einem unter panamaischer Flagge fahrenden Frachter eine Explosion gegeben, die ein Feuer auslöste. US-Präsident Donald Trump warf den iranischen Streitkräften vor, das Schiff beschossen zu haben.

Trump sagte am Mittwoch im Weißen Haus, es habe mit Teheran "sehr gute Gespräche" gegeben. Eine Vereinbarung mit dem Iran sei "sehr gut möglich", sagte Trump bei einem Auftritt mit Käfigkämpfern. Kurz zuvor hatte er dem Iran mit Angriffen in "einer weitaus höheren Intensität" gedroht. Er nannte als Bedingung, dass das Land keine Atomwaffen haben dürfe. Nach Medienberichten liegt bislang ein einseitiges Memorandum vor, auf dessen Grundlage über eine umfassende Friedenslösung weiter verhandelt werden soll.

Die Straße von Hormus war zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Seit April gilt in der Region eine Waffenruhe, die jedoch brüchig ist.

L.Barone--PV

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