Pallade Veneta - Cyberkriminalität im Alltag: Jeder Zehnte betroffen - Lücken beim Schutzverhalten

Cyberkriminalität im Alltag: Jeder Zehnte betroffen - Lücken beim Schutzverhalten


Cyberkriminalität im Alltag: Jeder Zehnte betroffen - Lücken beim Schutzverhalten
Cyberkriminalität im Alltag: Jeder Zehnte betroffen - Lücken beim Schutzverhalten / Foto: Sameer Al-DOUMY - AFP/Archiv

Jeder Zehnte in Deutschland war im vergangenen Jahr von einer Straftat im Internet betroffen, viele werden aber erst im Ernstfall aktiv. Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Befragung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), des Cybersicherheitsmonitors 2026. Am häufigsten erlebten die Betroffenen Betrug beim Onlineshopping (22 Prozent). Dahinter folgten Fremdzugriffe auf Online-Accounts (14 Prozent), Betrug beim Onlinebanking (13 Prozent) und Phishing-Attacken (12 Prozent).

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Zugleich zeigen sich laut Umfrage deutliche Lücken beim Schutzverhalten: Nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit, während sich 40 Prozent erst im Problemfall damit beschäftigen. Unter den gängigen Schutzmaßnahmen sind zudem nur starke Passwörter (55 Prozent) sowie Antivirenprogramme (54 Prozent) mehr als der Hälfte der Befragten überhaupt bekannt.

Die Folgen von Cyberkriminalität sind für Betroffene jedoch oft spürbar: 88 Prozent berichteten von einem Schaden, ein Drittel von finanziellen Verlusten (33 Prozent).

"Cybersicherheit muss im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern einfacher, präsenter und verständlicher werden", forderte BSI-Präsidentin Claudia Plattner. "Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen." Das BSI liefere diese in Form von Anleitungen für Sicherheitsmaßnahmen und der Befähigung von Lehrkräften.

"Zugleich dürfen wir die Verantwortung nicht allein bei den Nutzerinnen und Nutzern abladen", betonte Plattner. "Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssen sichere Produkte und Dienste zum Standard machen."

Für den Cybersicherheitsmonitor befragte das BSI vom 6. bis 12. Januar bundesweit 3.060 Menschen ab 16 Jahren. Die Befragung wurde zusammen mit dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) durchgeführt.

A.Fallone--PV

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