Pallade Veneta - Nach Tomahawk-Absage der USA: Ukraine bietet weitreichende Drohnen und Raketen an

Nach Tomahawk-Absage der USA: Ukraine bietet weitreichende Drohnen und Raketen an


Nach Tomahawk-Absage der USA: Ukraine bietet weitreichende Drohnen und Raketen an
Nach Tomahawk-Absage der USA: Ukraine bietet weitreichende Drohnen und Raketen an / Foto: Chris Radburn - AFP/Archiv

Angesichts der Weigerung der US-Regierung, Tomahawk-Marschflugkörper zur Abschreckung gegen Russland in Deutschland zu stationieren, hat die Ukraine Berlin die Lieferung weitreichender Drohnen und Raketen angeboten. Wenn Nato-Länder wie Deutschland in Zukunft danach fragten, könne die Ukraine ihre "Erfahrungen und effektive Waffen anbieten: weitreichende Drohnen und Raketen", sagte die ukrainische Botschafterin bei der Nato-Mission in Brüssel, Alonya Getmantschuk, der Zeitung "Welt" (Dienstagsausgabe).

Textgröße ändern:

Ihr Land sei in der Lage, "ab einem bestimmten Zeitpunkt" Fähigkeitslücken der Nato für "Präzisionsschläge in der Tiefe zu schließen", sagte Getmantschuk. Dazu gehörten auch "jene Fähigkeiten für Präzisionsschläge, die man sich von den Amerikanern erwartet hatte". Ihr Land habe diesbezüglich "eine Menge anzubieten".

Die Ukraine habe im Verlauf des russischen Angriffskrieges viel dazugelernt, betonte die ukrainische Diplomatin. Ihr Land besitze wertvolle Expertise und habe "einzigartige Lösungen" nicht nur bei der Abwehr von Drohnen, sondern auch bei Ausführung von Präzisionsangriffen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Anfang des Monats bestätigt, dass die von US-Präsident Donald Trumps Amtsvorgänger Joe Biden zugesagte Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern zunächst nicht erfolgen werde. "Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug", sagte Merz. Der Zug für eine Stationierung sei aber "nicht abgefahren".

T.Galgano--PV

Empfohlen

Arzt in Brandenburg wegen Kindesmissbrauchs in 130 Fällen angeklagt

Ein Kinderarzt aus Brandenburg ist wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 130 Fällen angeklagt worden. Einen Großteil der über einen Zeitraum von rund zwölf Jahren begangenen Taten soll der Beschuldigte "im Rahmen der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit" begangenen haben, wie die Staatsanwaltschaft Potsdam am Mittwoch mitteilte.

Tesla will in Grünheide 1500 Stellen für Batteriezellenfertigung schaffen

Der US-E-Autobauer Tesla hat einen deutlichen Personalaufbau in seinem Werk in Grünheide bei Berlin angekündigt. Der Konzern wolle die Batteriezellenfertigung an dem deutschen Standort auf 18 Gigawattstunden jährlich steigern, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch. "Insgesamt beläuft sich der Personalbedarf im Bereich Batteriezellfertigung auf über 1.500 Mitarbeitende."

ADAC: Spritpreise erneut gesunken - Tankrabatt kommt "großteils" an

Die Preise an den Tankstellen sind nach ADAC-Angaben im Wochenvergleich zuletzt weiter gesunken: Aktuell koste ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,973 Euro je Liter und damit im Vergleich zur Vorwoche 5,2 Cent weniger, teilte der Automobilclub am Mittwoch in München mit. Beim Diesel zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer demnach 1,983 Euro - dies sind sogar 11,2 Cent weniger als in der Vorwoche.

IEA: Wegen Hormus-Blockade werden Ölreserven im Rekordtempo angezapft

Wegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus greifen die Staaten "im Rekordtempo" auf Ölvorräte und strategische Reserven zurück. Die weltweiten Lagerbestände seien im April um 117 Millionen Barrel zurückgegangen, teilte die Internationale Energieagentur am Mittwoch in Paris mit. Im März waren demnach bereits 129 Millionen Barrel abgebaut worden. "Schnell schrumpfende Reserven und anhaltende Störungen könnten zu künftigen Preissteigerungen führen", warnte die Agentur in ihrem Monatsbericht.

Textgröße ändern: