Pallade Veneta - Studie: Väter kümmern sich bei Kinderbetreuung häufiger um flexible Aufgaben

Studie: Väter kümmern sich bei Kinderbetreuung häufiger um flexible Aufgaben


Studie: Väter kümmern sich bei Kinderbetreuung häufiger um flexible Aufgaben
Studie: Väter kümmern sich bei Kinderbetreuung häufiger um flexible Aufgaben / Foto: JOHN MOORE - AFP/Archiv

Väter, die sich bei der Kinderbetreuung vor allem um freizeitbezogene und zeitlich flexible Aufgaben wie das Spielen kümmern, haben einer Studie zufolge eine höhere Lebenszufriedenheit. Weniger flexible Aufgaben wie Anziehen oder Essenszubereitung werden seltener übernommen und gehen tendenziell mit einer niedrigeren Lebenszufriedenheit einher, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

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Die Studie basiert auf Daten einer Befragung zum Wohlbefinden der Väter aus den Jahren 2020 bis 2024 aus neun europäischen Ländern. Dabei ging es um die Frage, welche Aufgaben Väter ebenso häufig wie ihre Partnerinnen übernehmen.

Bei interaktiven Tätigkeiten wie dem Spielen, dem Zubettbringen oder dem Organisieren von Freizeitaktivitäten gab eine Mehrheit der befragten Väter an, diese Aufgaben mindestens genauso häufig zu übernehmen wie die Partnerin. Besonders ausgeprägt ist das beim Spielen. In sieben von neun Ländern erledigen Väter diese Aufgabe mindestens genauso häufig wie ihre Partnerin. Die Anteile bewegen sich zwischen 68 Prozent in Deutschland und 95 Prozent in Norwegen.

Bei versorgenden Aufgaben wie der Betreuung kranker Kinder, dem Anziehen oder Zubereiten von Mahlzeiten, beteiligen sich Väter hingegen seltener. Während in Norwegen 80 Prozent und in Finnland 67 Prozent diese Aufgaben ebenso oft übernehmen wie die Partnerin, sind es in Tschechien nur knapp 29 Prozent und in Deutschland 42 Prozent.

"Versorgende Tätigkeiten sind häufig stärker an feste Zeiten gebunden und lassen sich schwerer mit Erwerbsarbeit vereinbaren", erklärte Stefanie Hoherz vom BIB. Freizeitbezogene Tätigkeiten böten hingegen größere zeitliche Flexibilität und könnten häufiger außerhalb der Kernarbeitszeiten übernommen werden.

Kinderbetreuung könne laut den Ergebnissen nicht als einheitliche Tätigkeit verstanden werden. Einzelne Aufgaben seien mit anderen Anforderungen verbunden und gingen mit unterschiedlichen Mustern im Hinblick auf das Wohlbefinden von Vätern einher. Um eine ausgewogenere Verteilung der Kinderbetreuung zu fördern, seien Rahmenbedingungen gefragt, die die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit mit Betreuungs- und Versorgungsaufgaben verbessern.

R.Zarlengo--PV

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