Pallade Veneta - Illegale Mieterhöhungen und Mängel: Linke sammelt Hinweise von Vonovia-Mietern

Illegale Mieterhöhungen und Mängel: Linke sammelt Hinweise von Vonovia-Mietern


Illegale Mieterhöhungen und Mängel: Linke sammelt Hinweise von Vonovia-Mietern
Illegale Mieterhöhungen und Mängel: Linke sammelt Hinweise von Vonovia-Mietern / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Linke will Hinweise von Mieterinnen und Mietern des Immobilienkonzerns Vonovia auf illegale Mieterhöhungen und andere Mängel sammeln. Dazu startete die Partei am Freitag einen Aufruf an alle Betroffenen. Zudem ging ein auf der Parteiwebseite online, wo Hinweise anonym eingetragen werden können. Die Linke will die Eingaben sichten, auswerten und "bei Vonovia öffentlich nachbohren, wo es wehtut", wie es in einem Konzeptpapier heißt, das AFP vorlag.

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Die Partei möchte "die schlimmsten Geschichten presseöffentlich präsentierten", Mieterinnen und Mieter bei der Organisation unterstützen und über ihre Rechte aufklären. Dazu soll im Juni "ein umfassender Aktionsplan" vorbereitet werden. Die Linke kündigt zudem an: "Wenn wir gerichtsfeste Beweise finden, dass Vonovia systematisch seine Mieter*innen abzockt, werden wir helfen, den Konzern auch juristisch zur Verantwortung zu ziehen."

Mit mehreren Angeboten wie einer Mietwucher-App und einem Heizkosten-Check unterstützt die Linke bereits Mieterinnen und Mieter. "Bei unserer Arbeit vor Ort sind wir insbesondere auf einen Wohnungskonzern gestoßen: Vonovia", begründet die Partei nun ihr neues Vorhaben. "Wir wissen von illegalen Mieterhöhungen an mehreren Orten bundesweit", zudem hätten Mieterinnen und Mieter von Mängeln und ignorierten Beschwerden berichtet.

"Wir wissen aus unserer bisherigen Erfahrung, aus Haustürgesprächen und Mieterversammlungen, dass systematisch die Rechte von Mieterinnen und Mietern missachtet werden", erklärte dazu Linken-Chef Jan van Aken. "Wir kennen die Spitze des Eisberges. Jetzt wollen wir das ganze Ausmaß der Machenschaften der Mietmafia aufdecken."

Dazu starte die Linke "eine Vonovia-Whistleblower-Aktion". Van Aken betonte: "Menschen müssen wieder unbesorgt in ihren Wohnungen leben können. Mit einem Vermieter, der seinen Job macht, für bezahlbares und gutes Wohnen."

Auch im Bundestag sollte am Freitag über das Thema diskutiert werden: Auf Antrag der Linksfraktion findet eine Aktuelle Stunde mit dem Titel "Geschäftsmodelle der großen Immobilienkonzerne bekämpfen – Mieterinnen und Mieter konsequent schützen" statt.

Vonovia sieht sich selbst "als Europas führendes Wohnungsunternehmen". Dem börsennotierten Konzern mit Sitz in Bochum gehören nach eigenen Angaben bundesweit 473.000 Wohnungen.

M.Romero--PV

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