Pallade Veneta - EU und Mexiko unterzeichnen Handelsabkommen

EU und Mexiko unterzeichnen Handelsabkommen


EU und Mexiko unterzeichnen Handelsabkommen
EU und Mexiko unterzeichnen Handelsabkommen / Foto: Gerardo Luna - AFP

Die Europäische Union und Mexiko bauen angesichts der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ihre Beziehungen aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum unterzeichneten am Freitag in Mexiko-Stadt eine Erweiterung des bestehenden Handelsabkommens aus dem Jahr 2000. Die Neufassung schafft zahlreiche Zölle auf beiden Seiten ab.

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"Die EU und Mexiko haben sich zu einer engen strategischen Partnerschaft verpflichtet", erklärte von der Leyen. Das erweiterte Handelsabkommen werde "beiden Seiten viele Vorteile bringen".

Das gilt unter anderem für die europäische Landwirtschaft. Mexiko importiert mehr EU-Agrarprodukte als es nach Europa exportiert, schützt seine eigene Produktion bislang aber mit hohen Zöllen. Nun sollen zahlreiche Aufschläge wegfallen. Für Produkte wie Käse, Butter, Geflügel- und Schweinefleisch gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr aus der EU.

Europäische Firmen sollen einen besseren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen bekommen. Für Maschinenbauer wird der Handel mit Mexiko einfacher, weil das Land seine Regeln für Bauteile aus Nicht-EU-Ländern lockert. Nach Angaben aus Brüssel sollen außerdem Pharmaunternehmen und Hersteller von Bauteilen für den Verkehrssektor profitieren.

Der EU-Mexiko-Gipfel in der mexikanischen Hauptstadt ist der erste seit mehr als zehn Jahren. Die Verhandlungen über die Neufassung des Handelsabkommens sind grundsätzlich schon seit Januar des vergangenen Jahres abgeschlossen. Seitdem wurden juristische Details geklärt und der Text in alle 24 EU-Amtssprachen übersetzt.

Sowohl die EU als auch Mexiko müssen das Abkommen in den kommenden Monaten noch ratifizieren. In der EU ist dafür eine einfache Mehrheit im Europaparlament nötig. Die Abgeordneten könnten nach den Worten des Vorsitzenden im Handelsausschuss, Bernd Lange (SPD), "möglicherweise schon im Juli" darüber abstimmen.

P.Colombo--PV

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