Pallade Veneta - Arbeitgeberpräsident: Späterer Renteneintritt "nicht beliebt - aber notwendig"

Arbeitgeberpräsident: Späterer Renteneintritt "nicht beliebt - aber notwendig"


Arbeitgeberpräsident: Späterer Renteneintritt "nicht beliebt - aber notwendig"
Arbeitgeberpräsident: Späterer Renteneintritt "nicht beliebt - aber notwendig" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hält ein späteres Renteneintrittsalter für unumgänglich. Das sei zwar "nicht beliebt - aber notwendig", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Wochenende. Länder wie Dänemark zeigten, dass das funktionieren könne. "Mit der Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte - der sogenannten Rente ab 63 - und einer Kopplung der Regelaltersgrenze an die Entwicklung der Lebenserwartung hätten wir die Debatte vom Tisch."

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Dulger bezog sich auf die aktuelle Debatte zur anstehenden Rentenreform. Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission soll eigentlich erst Ende Juni ihre Empfehlungen vorlegen, doch zuletzt sorgten angebliche Pläne bereits für Aufregung. So berichtete die "Bild" am Donnerstag, dass das Gremium eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen wolle. Die Kommissionsmitglieder dementierten solch einen Beschluss aber umgehend.

Arbeitgeberpräsident Dulger sagte dem RND, das Rentensystem müsse "strukturell" stabilisiert werden. "Dafür braucht es drei Dinge: eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters, den Abbau von Frühverrentungsanreizen und eine stärkere kapitalgedeckte Vorsorge." Die Beitragszahlenden - also Arbeitgeber und Arbeitnehmer - dürften in jedem Fall nicht durch weiter steigende Beiträge belastet werden.

Dulger forderte zugleich ein moderneres Arbeitszeitgesetz, das mehr betriebliche Flexibilität ermögliche. "Wir müssen das Arbeitsvolumen erhöhen. Mit einer Teilzeitrepublik werden wir die demografischen Herausforderungen nicht bewältigen", sagte er dem RND.

Zugleich wies er Sorgen vor überlangen Arbeitstagen zurück: "Niemand wird zu 13‑Stunden‑Tagen gezwungen." Mehr Flexibilität bedeute nicht mehr Druck, sondern mehr Möglichkeiten für Arbeitgeber und Beschäftigte. Der starre Acht-Stunden-Tag stamme aus früheren Zeiten und passe oft nicht mehr zu einer digitalen und globalen Arbeitswelt.

F.Abruzzese--PV

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