Pallade Veneta - Neuer Rekord bei Umstieg auf E-Autos - Staatliche Prämie verstärkt den Trend

Neuer Rekord bei Umstieg auf E-Autos - Staatliche Prämie verstärkt den Trend


Neuer Rekord bei Umstieg auf E-Autos - Staatliche Prämie verstärkt den Trend
Neuer Rekord bei Umstieg auf E-Autos - Staatliche Prämie verstärkt den Trend / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Deutschen werden zunehmend offen für einen Umstieg auf Elektroautos - auch dank der neuen staatlichen Förderung. Laut dem "E-Barometer" der Versicherung Huk-Coburg stieg die Umstiegshäufigkeit zuletzt deutlich an. Im ersten Quartal seien "so viele Deutsche privat von einem Verbrennermotor auf ein Elektroauto gewechselt wie nie zuvor", erklärte die Huk-Coburg am Donnerstag. Insbesondere im März, als sich die Spritpreise wegen des Iran-Kriegs erheblich verteuerten, gab es demnach eine "sprunghafte Zunahme".

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Für das "E-Barometer" untersucht die Versicherung seit 2020 regelmäßig Verbreitung und Akzeptanz der Elektromobilität in Deutschland. Grundlage dafür sind eigene Daten des Unternehmens, das nach eigenen Angaben mit 14,5 Millionen Fahrzeugen der größte deutsche Autoversicherer ist. Außerdem werden Umfragen erhoben - für das aktuelle Stimmungsbild wurden dabei im Januar und Februar dieses Jahres repräsentativ insgesamt 4114 Menschen vom Institut Yougov befragt.

Dabei gab knapp jeder fünfte Bundesbürger mit Führerschein (18 Prozent) an, dass die neue staatliche Förderung direkte Auswirkungen auf ihn habe: Elf Prozent dächten jetzt erstmals überhaupt über die Anschaffung eines reinen Elektroautos nach, erklärte die Huk-Coburg. Und sieben Prozent wollten eine geplante Anschaffung durch die neue Förderung jetzt wahrscheinlich vorziehen.

Die neue staatliche E-Auto-Förderung, die die schwarz-rote Bundesregierung bereits in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt hatte, kann seit Dienstag vergangener Woche beantragt werden, gilt aber rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Die Förderung richtet sich vor allem an Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen und kann je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen 1500 bis 6000 Euro betragen. Beantragen können die staatliche Prämie Privathaushalte für den Kauf oder das Leasing eines neuen Elektroautos oder Plugin-Hybrids. Angekurbelt werden soll so auch der Neuwagenabsatz der kriselnden Branche.

Wie die Huk-Coburg ausführte, reagieren auf die neue E-Förderung "preissensiblere Kunden" tatsächlich um ein Vielfaches stärker: So stoße etwa bei jüngeren Autofahrern unter 40 Jahren die neue Förderung fast dreimal so häufig auf eine positive Resonanz wie bei älteren Autofahrern (31 Prozent zu 12 Prozent). Und auch Eltern minderjähriger Kinder äußern sich demnach deutlich häufiger positiv (32 Prozent zu 14 Prozent ohne minderjährige Kinder). Im Ergebnis werde in beiden Gruppen jetzt auch dreimal häufiger geplant "ein reines E-Auto wahrscheinlich früher als bisher geplant anzuschaffen" als in ihren Referenzgruppen.

"Die an Einkommenshöhen und Kinderzahl gekoppelte neue staatliche Förderung für Elektroautos zeigt offenkundig Wirkung in den Zielgruppen", kommentierte Huk-Coburg-Vorstandsmitglied Jörg Rheinländer die Ergebnisse. "Viel spricht daher dafür, dass eine Ausdehnung der Förderung auch auf gebrauchte E-Autos den Trend noch deutlich verstärken könnte, weil niedrigere Anschaffungskosten ein entscheidender Hebel im E-Automarkt sind", fügte er hinzu.

Zuletzt zeigte der Trend beim Umstieg auf Elektroautos dem "E-Barometer" zufolge bereits deutlich nach oben. Demnach gab es im ersten Quartal bei 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel einen Umstieg von Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb. Im Vorjahresquartal waren es 6,3 Prozent gewesen. Noch klarer werde der Sprung beim Blick auf den Monat März, hob die Huk-Coburg hervor: Hier lag die Umstiegsquote demnach um mehr als 60 Prozent höher als die im Gesamtjahr 2025 (8,9 Prozent zu 5,5 Prozent). Bei jungen Autofahrern unter 40 Jahren seien die Umstiege sogar auf fast das Doppelte nach oben geschnellt (4,0 Prozent zu 7,8 Prozent).

E.Magrini--PV

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